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„Kinder haben keine Lobby“: Bischof-Stecher-Verein sammelte 35.000 Euro

Der Bischof-Stecher-Verein unterstützt Einrichtungen in Tirol, die Kinder und Jugendliche beraten, betreuen und beschützen.

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Der Vorstand des Stecher-Gedächtnisvereins freut sich über den Erfolg der „Talenteförderung“: Peter Jungmann, Klaus Feichtner, Meinhard Egger, Paul Ladurner, Bernhard Triendl und Gottfried Kompatscher (v. l.).
© Sigl

Innsbruck – „Gott würfelt nicht, das Schicksal schon. Und oft trifft es schon Kinder hart“, sagt Bischof Hermann Glettler. Der Bischof-Stecher-Gedächtnisverein hat zum 100. Geburtstag von Reinhold Stecher deshalb die Spendenwürfel ausgegeben, um beeinträchtigte, kranke und behinderte Kinder und junge Menschen zu unterstützen. Einzelpersonen, Gruppen und Vereine haben sich nicht zweimal bitten lassen, haben kräftig auf das Spendenkonto eingezahlt. Insgesamt sind 35.000 Euro zusammengekommen. Allein die Landjugend und Jungbauern des Bezirkes Innsbruck-Stadt/Land haben die Benefizaktion „Talenteförderung“ mit 11.000 Euro unterstützt. Der Tiroler Schützenbund steuerte 5350 Euro bei.

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Die Spenden gehen an Vereine und Einrichtungen, die sich um das Wohl von jungen Menschen bemühen, sie beraten, begleiten, schützen und in ihrer Entwicklung fördern – wie das „Chill Out“ in Innsbruck, die Stiftung „Marienheim“ oder der Verein „Rainbows“, der jungen Menschen hilft, einschneidende Erlebnisse wie den Tod eines Familienangehörigen zu verarbeiten. Unterstützt werden auch die Young Caritas Tirol oder private Initiativen wie „Märchenglück am Krankenbett“ von Barbara Beinsteiner. Die Sozialarbeiterin aus Hall besucht kranke Kinder im Krankenhaus, musiziert auf ihrer Harfe und entführt sie in die Traumwelt der Märchen.

„Das ist ganz im Sinn von Bischof Stecher, der immer wieder darauf hingewiesen hat, dass wir die Kleinen und Schwachen in der Gesellschaft nicht vergessen dürfen. Und das sind nun einmal die Kinder, die keine Lobby haben, die häufig Opfer häuslicher Gewalt sind und immer öfter unter Depressionen leiden“, sagt Peter Jungmann, Obmann des Gedächtnisvereins.

Der Gedächtnisverein plant aber bereits die nächste Hilfsaktion. Im Juni startet wieder die „Initiative Offene Herzen“, sie steht heuer ganz im Zeichen der Familien. Mit Benefizaktionen rund um den „Tag der Herzlichkeit“ am 24. Juni sollen Spenden für die Caritas-Familienhilfe Tirol gesammelt werden.

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Der 2014 gegründete Gedächtnisverein zählt aktuell rund 600 Mitglieder. Sie haben im Verein mit Gönnern und Sponsoren bereits über 300.000 Euro auf das Spendenkonto. (TT)


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