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Kunst, Kultur und Kulinarik in historischem Haller Gewölbe

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Zur Eröffnungsfeier konnten die Gründungsmitglieder des Vereins „Griaßdi im Gewölbe“ u. a. Rodel-Legende Andreas Linger (l.) und Kulturstadtrat Christoph Sailer (3. v. l.) begrüßen. Künstlerin Patricia Karg (r.), selbst Vereinsmitglied, sorgt für kreative Impulse in den altehrwürdigen Räumen.
© Madl

Hall – Oft kommt es anders als geplant: Eigentlich hatten Peter Schennach und Michael Altmann mit ihren Familien in der Schergentorgasse unweit des Unteren Stadtplatzes in Hall „nur“ zwei Altstadtwohnungen ausgebaut. Auf der Suche nach einer möglichen Garage erfuhren sie von Räumlichkeiten im Erdgeschoß, die von den Hausbesitzern, der Unternehmerfamilie Feucht, als Lager genützt wurden. „Wir merkten sofort: Das ist keine Garage, sondern ein Raum, den man entwickeln kann“, erzählt Altmann.

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Also beschlossen sie, gemeinsam mit vier weiteren Gründungsmitgliedern – der Künstlerin Patricia Karg und den Unternehmern Christof Felder, Roland Dengg und Harald Baumgartner –, den Verein „Griaßdi im Gewölbe“ ins Leben zu rufen, die historischen Räume anzumieten und zu renovieren. „Alles eigenfinanziert“, wie Altmann, der im Verein als Kassier fungiert, betont: „Dadurch sind wir in unserem Tun nicht eingeschränkt, können das Ganze frei entwickeln.“ Rund ein Dreivierteljahr nahmen die Arbeiten in Anspruch, in enger Abstimmung mit dem städtischen Bauamt – Stichwort Denkmalschutz, schließlich geht das Haus auf Mitte des 18. Jh. zurück.

© Verein
© Domanig

Das Ziel des Vereins um Obmann Schennach ist klar: Das „Gewölbe“ soll als Veranstaltungsort für Kunst, Kultur und Kulinarik etabliert werden. Zum einen möchte der Verein selbst als Veranstalter auftreten, zum anderen die Räume anderen Nutzern zu erschwinglichen Preisen zur Verfügung stellen. Lesungen, Konzerte, Vorträge, kleine Theateraufführungen, lukullische Genüsse – vieles scheint im Gewölbe (samt eigener Küche), das 50 bis 60 Personen bequem Platz bietet, möglich. Von Schauspielern bis hin zu Köchen gebe es schon Interesse, sagt Altmann (zu erreichen unter Tel. 0676/4217137).

Und auch bei der offiziellen Eröffnungsfeier zeigten sich die Gäste angetan. Kein Wunder: Die Räume in der Schergentorgasse 5 – vor 1812 aus einem Stall entstanden und historisch u. a. auch als Lager eines Tuchhändlers genützt – haben genau das, was vielen gesichtslosen Veranstaltungsräumen abgeht: Atmosphäre und Charakter. (md)


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