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TT-Kommentar zum Wohnungsmarkt in Innsbruck: Ab durch den Mittelstand

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Denise Daum

Kommentar

Von Denise Daum

Der private Wohnungsmarkt in Innsbruck ist für Normalverdiener nahezu unleistbar geworden. Die beste Antwort der Stadtpolitik auf die sich in schwindelerregende Höhen drehende Preisspirale ist offensichtlich die Maximierung des sozialen Wohnbaus.

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Ein Aspekt scheint bei all den Ambitionen zur Errichtung Tausender Wohnungen und der radikalen Verdichtung aber zu kurz zu kommen: die soziale Ausgewogenheit bei der Besiedelung, die wertvolle Durchmischung nach Alter, Kulturen und Familien. Die Schaffung von leistbarem Wohnraum ist auch eine Verantwortung, das Zusammenleben in komplexen Verhältnissen mitzugestalten. Die Verbauung und Verdichtung beschleunigt und verschärft den ohnehin stattfindenden Wandel in der urbanen Gesellschaft.

Sowohl bei der Besiedelung neuer Quartiere wie am Campagneareal mit insgesamt 1000 Wohnungen als auch bei der Vergabe frei werdender Bestandswohnungen wäre eine möglichst repräsentative Verteilung der Gesellschaft in den Siedlungen dringend notwendig. Es muss auch der vielzitierte Mittelstand und damit jene, die durch ihre Arbeits- und Steuerleistung einen ganz wesentlichen Beitrag zur Gesellschaft leisten, die Möglichkeit haben, neben vulnerablen Gruppen in eine Stadtwohnung einzuziehen. Nur eine repräsentative Mischung aller gesellschaftlichen Gruppen bildet eine nachhaltige und tragfähige Basis für eine gute Stadtentwicklung und BürgerInnengesellschaft.


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