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Auftakt zur Eishockey-WM in Finnland: Beim Debütantenball schlägt’s 13

Nach Vorbereitungsniederlagen am laufenden Band sind die Erwartungen ans ÖEHV-Team bei der morgen beginnenden Eishockey-WM in Finnland überschaubar. Das gilt auch für den Auftakt gegen Schweden.

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Trotz einer von zahlreichen Niederlagen geprägten Vorbereitung hat ÖEHV-Teamchef Roger Bader viel Positives gesehen. Aus dem Schweizer spricht auch der Zweckoptimismus.
© gepa/Götzhaber

Helsinki, Tampere – Es war ein Abflug ins Ungewisse. Und einer, der ursprünglich gar nicht geplant war. Erst die andauernden Kriegswirren und der daraus resultierende Ausschluss von Russland und Belarus verhalfen Österreich und Frankreich zu einem Startplatz bei der morgen beginnenden Eishockey-Weltmeisterschaft in Helsinki und Tampere (Finnland). Gestern trainierte die Truppe von Teamchef Roger Bader erstmals in der rund 13.500 Zuseher fassenden Nokia-Arena, auch Schauplatz des Finalwochenendes mit den Halbfinals, dem Spiel um Platz drei und dem großen Endspiel am 29. Mai.

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Nico Feldner (Haie) feiert seine WM-Premiere.
© gepa

Die Chancen, dass Österreich zu diesem Zeitpunkt noch mitrittert, sind gleich null. Vielmehr gilt es für die neu formierte ÖEHV-Auswahl, ihre Haut in der von Gastgeber und Olympiasieger Finnland angeführten Gruppe B so teuer wie nur möglich zu verkaufen. Zumal es gleich für 13 der 25 Akteure die erste A-WM-Teilnahme ist. Tirol ist durch ein Duo vertreten. Haie-Stürmer Nico Feldner hat es ebenso ins Aufgebot geschafft wie der Osttiroler KAC-Verteidiger Clemens Unterweger.

Verteidiger Clemens Unterweger (KAC).
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Österreich muss in Finnland ohne NHL-Verstärkungen auskommen. Michael Raffl (Dallas Stars) sagte ebenso frühzeitig ab wie Megatalent Marco Rossi (Iowa Wild). Dafür soll ein Teenager für wertvolle Impulse sorgen. Der Kärntner Marco Kasper hat sich bei Rögle BK einen Stammplatz erkämpft, mit dem schwedischen Topclub die Champions Hockey League gewonnen und das Halbfinale der SHL erreicht. Nun steht der Stürmer am Samstag mit gerade einmal 18 Jahren und einem Monat ausgerechnet gegen seine Wahlheimat vor dem WM-Debüt und wird zum jüngsten rot-weiß-roten WM-Spieler seit 21 Jahren.

© APA

🏒 WM-Auftakt: Für Österreich hätte es kaum fordernder sein können. Binnen vier Tagen warten mit dem elffachen Weltmeister Schweden, den USA und Tschechien drei Kapazunder. Jeder Punktgewinn wäre eine faustdicke Sensation.

🏒Top-Favoriten: Für die Buchmacher von Tipp3 ist Finnland mit einer Gold-Quote von 3,50 Top-Favorit vor Rekordweltmeister Kanada (3,80) sowie Tschechien und Schweden (je 5,50).

🏒 Modus: Die ersten vier der beiden Achtergruppen ziehen ins Viertelfinale ein, das über Kreuz mit der anderen Vorrundengruppe ausgetragen wird. Anders als 2021 steigen die beiden schlechtesten Teams der Vorrunde ab – wie vor der Corona-Krise.

🏒 Corona-Einschränkungen: Gleich null. Noch im Vorjahr wurde die WM in einer Blase abgehalten, erst im Laufe des Turniers kamen – wenige – Zuseher zurück. Diesmal sind volle Hallen erlaubt. Als Vorsichtsmaßnahme ist ein PCR-Test Pflicht, bei der Ankunft lediglich ein Schnelltest. (m.i., APA, dpa)

Zwerger fällt für WM aus, Schwinger nachnominiert

Österreichs Eishockey-Nationalteam muss unmittelbar vor dem Beginn der am Freitag beginnenden A-WM in Finnland einen hochkarätigen Ausfall verkraften. Flügelstürmer Dominic Zwerger fällt nach einem Check von Moritz Seider im letzten WM-Testspiel gegen Deutschland für das Turnier aus. Für ihn wurde Simeon Schwinger nachnominiert. Der 24-jährige Schwinger vom Dornbirner EC ist der 14. WM-Neuling im 25-Mann-Kader von Teamchef Roger Bader.

Zwerger hatte nach dem Check am Sonntag über Schwindel geklagt, schien aber für die WM bereit zu sein. In Tampere jedoch stellte sich heraus, dass der Schweiz-Legionär (Ambri-Piotta) nicht vollständig fit ist. Zwerger befand sich am Donnerstag schon auf dem Heimweg.

Österreich startet am Samstag (11:20 Uhr MEZ) mit dem Spiel gegen Schweden ins Turnier.


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