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Fast Millionen Euro: Ringdämme schützen Lüß vor Hochwasser

14,75 Millionen Euro werden bis 2027 in der Reuttener Lüß verbaut. Der Hochwasserschutz sichert 51 Gebäude und 14 Hektar Fläche ab.

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Krempelten zum Spatenstich die Ärmel hoch: BH Katharina Rumpf, LHStv. Josef Geisler, BM Günter Salchner und Markus Federspiel, Vorstand der Abteilung Wasserwirtschaft (v. l.).
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Von Simone Tschol

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Reutte – „Gut Ding braucht Weile“, meinte LHStv. Josef Geisler gestern beim Spatenstich für das Hochwasserschutzprojekt in der Reuttener Lüß. Und das nicht ohne Grund: Immerhin beschäftigt dieses seit fast 20 Jahren Gemeinde und Land Tirol.

Mit einem Investitionsvolumen von 14,75 Millionen Euro – 85 Prozent davon trägt der Bund, 15 Prozent die Marktgemeinde Reutte – wird in den kommenden sechs Jahren ein Maßnahmenmix umgesetzt. Dieser umfasst den Erhalt der bestehenden Überflutungsflächen ebenso wie die Errichtung von Dämmen und Mauern sowie Pumpwerken.

Als erste Maßnahme werden im heurigen und kommenden Jahr 17 hochwassergefährdete Gebäude in der Unteren Lüß von einem Ringdamm umschlossen. Dieser so genannte „Polder Nord“ schließt an den bestehenden Lechdamm an, der nach Süden und Norden verlängert wird. Ab Herbst 2023 soll dann mit den Arbeiten am „Polder Süd“ begonnen werden, der im Ereignisfall das Hochwasser von weiteren 19 Gebäuden abhalten wird. Abgeschlossen werden soll das Schutzprojekt im Jahr 2027 mit dem Bau eines Hochwasserschutzdammes in der Oberen Lüß. Außerdem werden mehrere Objekte abgetragen, ein Stall auf höherem Niveau neu errichtet.

„Jedes Projekt ist anders. Eines haben sie aber alle gemeinsam: Sie dürfen nicht zur Verschärfung der Hochwassersituation für die Unterlieger führen. Eine Besonderheit beim Lech ist zudem das Geschiebe. Das wurde im Projekt entsprechend berücksichtigt“, erklärte Markus Federspiel, Vorstand der Abteilung Wasserwirtschaft.

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„Das Geld ist jedenfalls gut investiert“, meinte Geisler, „denn das Schadenspotenzial wäre um ein Vielfaches höher.“

Die Freude über den Baustart des Hochwasserschutzprojektes Lüß ist auch bei Bürgermeister Günter Salchner groß: „Wenn man lange auf etwas wartet und es dann bekommt, sagt man ‚es ist Weihnachten und Ostern zusammen‘. In diesem Fall sind auch alle anderen Feiertage auf den 12. Mai gefallen.“


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