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Initiative „Vergissmeinnicht“ in Lienz: Nachlass spenden statt aufgeben

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Notar Christian Steininger, Christian Wissounig (Diakonie) und Vergissmeinnicht-Leiter Markus Aichelburg (v. l.) stellen das Projekt vor.
© Oblasser

Lienz, Innsbruck – Im Testament sein Geld für den guten Zweck bestimmen: Das kann sich in Tirol etwa jeder Fünfte über 40-Jährige vorstellen. Und viele haben es schon getan. Worauf man dabei achten muss, erklärten Notar Christian Steininger und Markus Aichelburg von der Initiative „Vergissmeinnicht“ bei einer Präsentation in Lienz. Christian Wissounig vertrat die Diakonie, die schon mehrmals von Testamentsspendern bedacht wurde.

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„Wenn jemand ohne Testament stirbt und weit und breit keine Verwandten zu finden sind, dann geht das Vermögen an den Staat“, erklärt Steininger. Die rund 20 Prozent der Tiroler, die eine Testamentsspende in Betracht ziehen, nennen als Grund unter anderem, dass sie das nicht wollen.

„Im Jahr 2019 hat der Staat aus Nachlässen immerhin 13 Millionen Euro eingenommen“, sagt Markus Aichelburg. „Dabei hat jeder Mensch die Möglichkeit, selbst zu bestimmen, was nach seinem Tod mit seinem Besitz passieren soll.“

Am häufigsten werden in Testamentsspenden jene Organisationen beschenkt, die sich um Tiere und Kinder kümmern. Aber auch soziale Hilfseinrichtungen profitieren, erklärt Christian Wissounig. „Manche unserer Testamentsspender haben wir nicht gekannt, andere schon. Darunter sind Menschen, die bei uns mitgearbeitet haben oder von uns betreut worden sind, und die haben oft eine persönliche Verbundenheit mit der Diakonie.“

Auch Personen, die Kinder haben, machen immer wieder Testamentsspenden. Zum Beispiel, wenn die eigenen Nachkommen schon selbstständig und gut versorgt sind. In diesem Fall ist es oft ein so genanntes Legat, also ein Teil des Vermögens, etwa ein Sparbuch. All das lässt sich im Vorhinein regeln. Testamentsspenden kommen meist von Frauen, oft gibt es einen religiösen Hintergrund.

Diese Spenden machen vieles möglich, ergänzt Aichelburg, zum Beispiel einen Gnadenhof für alte Tiere oder ein Mutter-Kind-Haus. (co)


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