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Ein Toter und fünf Verletzte nach Schießerei in Kalifornien

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Die Geneva Presybyerian Church in Laguna Woods nach der Tat
© APA

Ein bewaffneter Mann hat in einer Kirche im US-Bundesstaat Kalifornien einen Menschen getötet und fünf weitere mit Schüssen verletzt. Gemeindemitglieder der Kirche in Laguna Woods südlich von Los Angeles hätten den mutmaßlichen Täter am Sonntagnachmittag bereits überwältigt, als die Polizei eintraf, teilte das Sheriffbüro in Orange County auf Twitter mit. Der etwa 60-jährige Verdächtige und die fünf Verletzten seien alle asiatischstämmig.

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Der Vorfall habe sich in einer taiwanesischen Kirche ereignet, schrieb die "Los Angeles Times". Der mutmaßliche Täter sei festgenommen worden. Das Motiv war noch unklar.

In der Kirche in Laguna Woods hätten die Gemeindemitglieder gerade den Besuch eines Pastors aus Taiwan mit einem Festessen gefeiert, als die Schüsse gefallen seien, schrieb die "Los Angeles Times" weiter. Der Mann sei zuvor in die Kirche gekommen und von Gemeindemitgliedern noch begrüßt worden - obwohl niemand ihn gekannt habe.

Ein Opfer sei noch am Tatort gestorben, teilte die Polizei mit. Von den fünf Verletzten im Alter zwischen 66 und 92 Jahren erlitten vier der Zeitung zufolge schwere Verletzungen, alle wurden in Krankenhäuser gebracht. Die Polizei schrieb, der Mann stamme offenbar nicht aus der Gegend. Am Tatort fand sie zwei Schusswaffen. Ermittler sagten laut "Los Angeles Times", man wisse noch nicht, ob Hass ein Motiv sein könnte. Zum Motiv des Täters werde noch ermittelt, so Jeff Hallock von der Polizei von Orange County später bei einer Pressekonferenz.

Nach Angaben der Polizei konnten die Kirchgänger den Angreifer überwältigen und festhalten, bis die Polizei eintraf. Sie hätten "seine Beine mit einem Verlängerungskabel gefesselt und mindestens zwei Waffen sichergestellt", sagte Hallock. "Diese Gruppe Kirchgänger zeigte außergewöhnlichen Heldenmut und Tapferkeit."

Das Büro des Gouverneurs von Kalifornien, Gavin Newsom, teilte mit, es arbeite mit den Behörden vor Ort zusammen, um die Lage zu überwachen. "Niemand sollte Angst haben, zur Andacht zu gehen. Unsere Gedanken sind bei den Opfern." Die demokratische Kongressabgeordnete Katie Porter, die den Sitz für Orange County im Repräsentantenhaus in Washington innehat, sprach von "erschütternden und beunruhigenden Nachrichten, insbesondere weniger als einen Tag nach den Schüssen von Buffalo". Sie fügte hinzu: "Dies sollte nicht unsere neue Normalität sein."

Erst am Samstag hatte ein Schütze in einem Supermarkt in Buffalo im US-Bundesstaat New York das Feuer eröffnet und mindestens zehn Menschen getötet. Die Ermittler gehen von einem rassistischen Motiv aus. Die Tat hatte landesweit für großes Entsetzen gesorgt. US-Präsident Joe Biden wird am Dienstag nach Buffalo reisen, um dort mit der Gemeinde trauern, teilte das Weiße Haus am Sonntagabend (Ortszeit) mit.


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