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Bis die Bubbles platzen: Das Outreach in Schwaz

Altbewährtes und Neues: Das Outreach bringt heuer zum 30. Mal Jazz nach Schwaz.

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Zum ersten Mal bei Outreach in Schwaz: Das Leni Stern Quartet der gleichnamigen deutschen Jazzgitarristin.
© Mannion

Schwaz – Seit bald 30 Jahren gibt der Jazz im August in Schwaz den Ton an. 1993 stieg die erste Ausgabe von Outreach, inzwischen ist das Festival und die dazugehörige Academy fixer Bestandteil des Kultursommers der Stadt. So soll es auch bleiben, wünschen sich Outreach-Gründer Franz Hackl und auch die Schwazer Kulturreferentin Iris Mailer-Schrey bei der gestrigen Pressekonferenz zum diesjährigen Festival (4. bis 6. August). Dort zeigt sich Schwaz stolz auf die internationalen Jazz-Größen, die Hackl alljährlich in die Silberstadt bringt – einfach indem er auf Kontakte aus New York, wo der Tiroler Vorzeigetrompeter seit Jahren werkt und wirkt, zurückgreift.

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Viele von ihnen kehren über die Jahre gerne wieder. So auch 2022. Gene Pritsker ist längst Stammgast – und auch der Festivalleiter selbst wird auf der Bühne stehen (5.8.: Franz Hackls Outreach Orchestra). Die 30. Ausgabe verzichtet dennoch nicht auf neue Gäste. Im sonst sehr männlichen Line-up (Ray Anderson, AHL6, J.D.Hive, Lorenzo DeFinti Quartet) sticht das Leni Stern Quartet (am 4.8.) hervor.

Um Ausgleich zwischen heimisch und international ist Hackl bemüht: bei den Lehrenden der Academy, zu der auch heuer wieder rund 140 SchülerInnen erwartet werden, ebenso wie im Programm mit freiem Eintritt. Bei den täglichen Schaufensterkonzerten in der Hackl-Werkstatt etwa stehen bewusst Tiroler Acts wie Full Crimp oder AUTsiderz on stage. Bei der Auswahl geholfen hat hier die Expertise von Co-Direktor Clemens Rofner, erklärt Hackl. Die greift auch beim Eröffnungskonzert (4.8.), für das Rofner eine Eigenproduktion beisteuern wird.

Thematisch wird der Tiroler Bassist dafür das heurige Festivalthema „Burst Bubbles and Unite“ beackern. Zusammenführen will Outreach 2022 Genres, MusikerInnen und Publikum. Musik habe die Kraft, künstlich aufgeblasene Bubbles platzen zu lassen, erklärt Hackl gestern. Diesen Prozess sichtbar machen sollen auch die Fotos von Pulitzer-Preisträger Ozier Muhammad, der heuer als Residency-Künstler nach Schwaz kommt. Der US-amerikanische Fotojournalist wird das Festival mit der Kamera begleiten – und wenn es nach Mailer-Schrey geht, vielleicht seine Fotos in einer Schau zeigen. Mit 43.000 Euro unterstützte die Stadt Schwaz das Festival bisher. Hackl freut sich, dass dieser Förderanteil für die 30. Ausgabe gleich blieb.

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Das Jubiläum soll heuer einmal mehr für Vielfalt stehen. Am Boykott russischer KünstlerInnen – derzeit nicht nur in der Kultur heiß diskutiert – will sich Hackl dabei nicht beteiligen. Mit den Trompetern Alex Sipiagin und Valery Ponomarev stehen bewusst auch russische Musiker auf dem Outreach-Programm. (bunt)

Infos und Line-up: outreachmusic.org


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