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Vorrat für Krisenzeiten: Der Staat greift nach den Gasspeichern

Die Koalition will gesetzliche Möglichkeiten schaffen, um stärker in die Gasversorgung eingreifen zu können. Tirol bekommt sein Gas über Deutschland.

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Der Gasspeicher Haidach (Salzburg) ist einer der größten in Europa. Zwei Gazprom-Töchter als Mieter ließen ihn zuletzt aber ungenützt.
© APA/Fesl

Von Wolfgang Sablatnig

Wien – Wären alle Gasspeicher in Österreich voll, wäre der Verbrauch eines Jahres gedeckt. Tatsächlich sind die Speicher aber nur zu rund einem Viertel gefüllt. Um diesen Stand zu verbessern und gleichzeitig die Abhängigkeit von Russland zu verringern, plant die Koalition weitere Eingriffe in den Gasmarkt. Wer einen Speicher nicht nutzt, muss akzeptieren, dass andere Unternehmen dort Gas lagern. Außerdem will die Republik ihre strategische Gasreserve weiter ausbauen – auf den Bedarf von zwei Wintermonaten. „Wir werden die Speicher anfüllen und gleichzeitig die Abhängigkeit von russischem Erdgas abbauen“, sagt Energieministerin Leonore Gewessler (Grüne). ÖVP und Grüne wollen die nötigen Gesetzesänderungen möglichst rasch beschließen.


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