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Österreich und der Mythos Neutralität: Hochhalten und wegducken

1991 löste sich der Warschauer Pakt auf. Vier Jahre später trat Österreich der EU bei. Die Neutralität blieb. Seit drei Monaten herrscht in Europa Krieg. Und was jetzt? Nichts!?

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In Folge der Unterzeichnung des Staatsvertrages wurde aus Österreich ein neutrales Land. Bundeskanzler Bruno Kreisky war es, der die Neutralität für eine aktive Außenpolitik nützte. Mit dem EU-Beitritt wurde die Neutralität immer mehr ausgehöhlt, doch ein NATO-Beitritt scheint für Österreich keine Option zu sein.
© APA/Lessing bzw. Fohringer, AFP/Geron

Von Wolfgang Sablatnig und Michael Sprenger

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Wien – „Österreich war, ist und bleibt neutral.“ Nicht zum ersten Mal versucht Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) eine Debatte über die Neutralität im Keim zu ersticken. Und Nehammer ist damit nicht alleine. Unter den Parlamentsparteien scheren nur die NEOS aus. Für sie steht die Neutralität schon lange zur Disposition.

Die überwiegende Mehrheit in der Bevölkerung will nicht von der Neutralität abrücken. Das ist gut nachvollziehbar. Denn mit der Neutralität gelang es Österreich das erste Mal seit dem Ende der Ersten Weltkriegs im Jahr 1918, eine anhaltend starke Identität zu entwickeln.


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