Tiroler NEOS wollen Windkraft in Skigebieten
Innsbruck – Die Tiroler NEOS wollen in den Skigebieten Windräder sehen. "Der Vorteil ist, dass wir den benötigten Strom für Lifte, Schneekanonen, Hotellerie und Gastronomie direkt vor Ort produzieren können", meinte Klubobmann Dominik Oberhofer am Donnerstag in einer Aussendung. Der zuständige LHStv. Josef Geisler (ÖVP) hatte sich erst kürzlich gegenüber der Tiroler Tageszeitung skeptisch gezeigt.
Ein Skigebiet sei kein Naturschutzgebiet, sondern Kulturlandschaft, argumentierte Oberhofer. Zudem sei bereits „ein Starkstromanschluss für die Einspeisung ins Netz vor Ort verfügbar", sagte er.
Das Land Tirol habe diese Idee bereits „verfolgt". Doch würde in Skigebieten weniger Wind wehen, „sonst würden ja die Gondeln ständig stehen", hielt er fest. Außerdem gäbe es im Winter "Probleme mit vereisten Windrädern". Er verwies zudem auf Eingriffe in die Natur: Selbst wenn Straßen bereits gebaut seien, benötige es Ableitungen, „dann schreien die Naturschützer wieder 'Halt'". Geisler hatte immer wieder das geringe Windkraft-Potential für Tirol ins Spiel gebracht, es sei im Bundesland lediglich mit 250 Gigawattstunden veranschlagt, die topografischen Verhältnisse seien insgesamt „ungünstig". (APA)