Schauspielerin Ursula Strauss im TT-Interview: „Keine Kunst ohne Scheitern“
Für zwei Auftritte mit Ernst Molden in Hall spritzt Ursula Strauss am nächsten Wochenende die Verleihung der Deutschen Filmpreise. Die Schauspielerin im Interview.
Mit Ernst Molden stehen Sie seit fast einem Jahrzehnt auf der Bühne, aber jetzt wird die Band größer: Heute in einer Woche kommt „Oame Söö“ ein Projekt von Molden, Herbert Pixner, Manuel Randi, Maria Petrova und Ihnen, beim Haller Burgsommer zur Weltpremiere. Was hat es damit auf sich?
Ursula Strauss: Die Idee entstand vor einem Jahr in Hall. Herbert hat ziemlich spontan bei unserem Konzert mitgespielt – und danach sind er und Ernst ins Gespräch gekommen. Schnell wurde klar, dass sie sich für Sagen- und Mythenfiguren interessieren, Ernst hat begonnen, Lieder darüber zu schreiben. Herausgekommen sind ganz melancholische, warme, manchmal schwere, manchmal schnelle Songs – und zwei sehr schöne Kinderlieder.
Zeitgleich mit dem Konzert in Hall werden in Berlin die Deutschen Filmpreise vergeben. Sie sind für „Le Prince“ als beste Hauptdarstellerin nominiert.
Strauss: Ja, das hat zunächst für einige Wirrnisse gesorgt, weil ich nicht dort sein kann. Der Konzerttermin ist seit einem Jahr fixiert. Aber auch ansonsten wäre die Entscheidung für mich klar gewesen. Es wird eine Live-Schalte von der Gala nach Hall geben. Ob ich den Preis gewinne, werde ich erst dann erfahren. Für den Fall, dass ich nicht gewinne, wurde mir versprochen, dass sofort weggeschaltet wird (lacht).
Das heißt, Sie müssen das freundliche Verliererlächeln, das man von der Oscar-Verleihung kennt, nicht einüben.
Strauss: Ich bin wegen des Konzerts schon aufgeregt genug. Aber im Ernst: Schon die Nominierung ist eine große Ehre, auch weil „Le Prince“ ein für mich sehr wichtiger Film ist. Ich spiele eine Kunstkuratorin, die sich in einen kongolesischen Diamantenhändler verliebt.
📽️ Trailer | „Le Prince“:
In Österreich kam der Film nicht in die Kinos.