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Renault Trafic: Französischer Zauberkasten

Nicht nur optisch macht der Renault Trafic eine gute Figur.
© Letzner

Wer einen Kastenwagen sucht, der kommt bei der Auswahl am Renault Trafic nicht vorbei.

Inzing – Egal ob man Pakete zustellt, Werkzeug in ihnen verstaut oder andere Dinge transportieren will. Sie sind das Mittel der Wahl und die automobilen Helden des Alltags. Wen wir meinen? Klassische Nutzfahrzeuge. Ein echter Evergreen in dieser Klasse ist der Renault Trafic. Er wird als klassischer Kastenwagen, Doppelkabine oder Plattform angeboten und ist für jeden Einsatzbereich bestens gerüstet. Zwar hat die aktuelle Generation schon ein paar Jährchen auf dem Buckel, doch kürzlich bekam er – wie seine Personen transportierenden Geschwister – ein Update spendiert. Daher haben wir ihn kürzlich zum Test geladen, um ihn etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Dafür rollte der Renault Trafic mit langem Radstand, aber niedriger Höhe vor (L2H1), denn damit hat man zwar ordentlich Stauraum zur Verfügung, kommt aber auch noch in die meisten Garagen.

Angetrieben wurde unser Lasten-Tier von einem 2 Liter großen, 170 PS starken Vierzylinder-Diesel. Damit kommt im Zweifelsfall auch der Fahrspaß nicht zu kurz. Wer heutzutage in ein solches Nutzfahrzeug klettert, ist meist erstaunt darüber, wie komfortabel es hier mittlerweile geworden ist. Das ist auch im Renault nicht anders. Keyless-Go und Voll-LED-Leuchten gehören mittlerweile zum guten Ton und der Komfort-Fahrersitz darf auch nicht fehlen. Der Material-Mix im Cockpit ist sehr hochwertig und edle Dekoreinlagen sorgen für die optische Abrundung. Das Multi-Media-System koppelt mittlerweile jedes Smart-Phone per Bluetooth und lässt sich mittels freistehendem Touchscreen bedienen. Sogar die Ladeschale fürs Telefon fährt mit. Es fehlt einem also an nichts.

Das wichtigste Asset eines solchen Nutztiers ist allerdings sein Laderaum, und davon hat der Renault Trafic – vor allem in der Langversion – reichlich. Bis zu 6 m³ gibt die seitlich aufschwingende Heckklappe frei. Die Länge des Laderaums bis zur Trennwand liegt bei 293,7 Zentimetern. Sollte das zu wenig sein, bietet Renault optionale Ladeklappen in der Trennwand, die es ermöglichen, noch längere Gegenstände zu verstauen. Dass zwischen den ausgestellten Radkästen ein Hubstapler Platz findet, sei der Vollständigkeit halber erwähnt.

Überzeugen kann der Franzose aber auch bei den Fahrleistungen. Nicht nur, dass man bei Bedarf in 10 Sekunden IGL-Tempo erreicht, dank der 170 PS hat der Transporter auch vollbeladen kein Problem. Zudem sorgt das 6-Gang-EDC-Getriebe, welches mit schnellen und sanften Schaltvorgängen aufwarten kann, für viel Komfort. Wären da nicht die drei Sitze in der ersten Reihe, würde man fast vergessen, dass man in keinem PKW sitzt. Angenehm fällt er auch in puncto Verbrauch auf: Lediglich 7,2 Liter genehmigte sich der Trafic während der 14 Testtage. Wer sich für den französischen Kasten interessiert, muss wissen, dass er ab 29.400 Euro zu haben ist. Für unseren Testwagen muss man aber schon 42.837 Euro hinblättern. (lelu)

Die Technik

Motor: Vierzylinder-Diesel

Hubraum: 1997 ccm

Drehmoment: 380 Nm bei 1500 U/min

Leistung: 125 kW/170 PS

L/B/H: 5480/1956/1967 mm

Gewicht: 1819/3070 kg

Ladevolumen: 6 m³

Tankinhalt: 80 l

Höchstgeschwindigkeit: 176 km/h

0–100 km/h: 9,9 Sekunden

Verbrauch: 7,2 l/100 Kilometer

Kraftübertragung: Frontantrieb

Preis: 42.837 Euro

CO2-Emission: 190 g/km