BP-Wahl 2022

Das breite Werben für Van der Bellens Wiederwahl

Die früheren Spitzenpolitiker Christiane Brunner (Grüne), Maria Berger (SPÖ), Maria Rauch-Kallat (ÖVP) und Sepp Schellhorn (NEOS) unterstützen Bundespräsident Van der Bellens Wiederwahl.
© APA/Steinmaurer

Wien – Der Wahltermin steht noch nicht fest, aber es wird wohl ein Sonntag im Oktober sein. Die Kandidatinnen und Kandidaten stehen noch nicht alle fest, aber es gibt mit dem amtierenden Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen einen klaren Favoriten für die Hofburg-Wahl. Und ja, der Vorwahlkampf hat begonnen. So ist Van der Bellens Wahlkampf-Team bereits in Gesprächen mit Großspendern für die Wahlauseinandersetzung. Jetzt bekommt Van der Bellen für seine Wiederwahl auch prominente Unterstützung aus unterschiedlicher politischer Richtung. Am Sonntag haben unter dem Titel „Stimmen für Van der Bellen“ Ex-ÖVP-Ministerin Maria Rauch-Kallat, Ex-SPÖ-Justizministerin Maria Berger, der frühere NEOS-Abgeordnete Sepp Schellhorn, die frühere Grünen-Energiesprecherin Christiane Brunner und Bio-Pionier Werner Lampert für Van der Bellens Wiederwahl geworben.

Sie würden sowohl beim Sammeln der notwendigen Unterstützungserklärungen als auch im Wahlkampf mithelfen, betonten sie vor Journalisten. Rauch-Kallat ist zwar als Privatperson an Bord, aber auch ohne offizielle Wahlempfehlung ihrer Partei gebe es „viele in der ÖVP, die so denken wie ich“, sagte sie auf Nachfrage.

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Van der Bellen habe es vom Quereinsteiger zunächst zu einem „bemerkenswert langlebigen“ Grünen-Parteichef gebracht, davor hätten diese eine Amtsdauer gehabt wie die derzeitigen Gesundheitsminister, sagte Rauch-Kallat. „Seine ruhige und besonnene Art hat uns allen in den letzten fünfeinhalb Jahren gutgetan.“ Van der Bellen habe sich zum Staatsmann entwickelt, aber immer „mit einem Schuss Humor“.

„Das Amt des Bundespräsidenten ist kein Amt für Anfänger“, hob Berger Van der Bellens Leistungen hervor. Er habe etwa die Verfassung vor unqualifizierten und abwertenden Äußerungen schützen müssen – immerhin habe es in den vergangenen Jahren Regierungspolitiker gegeben, die Politik über Recht stellen wollten oder Urteile des Verfassungsgerichtshofs als unverbindliche Empfehlung sahen. Die dem Präsidenten eigene Gelassenheit werde es auch in den kommenden Krisen brauchen.

In Jahren der Unsicherheit sei eine Wahl zum Bundespräsidenten eine sehr ernste Angelegenheit, „er übernimmt viel Verantwortung“, betonte Schellhorn.

Brunner hob das Verbindende hervor. Van der Bellen sei jemand, der zuhöre und Argumente aufnehme. Gerade in Zeiten einer Klimakrise brauche es ein Staatsoberhaupt mit Leadership.

Lamprecht zeigte sich „stolz“, wie Van der Bellen mit den „allzu vielen schrecklichen Vorfällen“ (Stichwort Ibiza) in seiner Amtszeit umgegangen sei. (TT)