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Gericht entscheidet über U-Haft für mutmaßlichen Oslo-Täter

Der norwegische Geheimdienst PST stuft die Attacke als islamistischen Terroranschlag ein. Ein 43 Jahre alter Norweger mit iranischen Wurzeln wurde wenige Minuten nach den ersten Schüssen festgenommen. Jetzt soll über seine U-Haft entschieden werden.

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Nach dem Attentat in Oslo sitzt der Schock tief.
© IMAGO/Hakon Mosvold Larsen

Oslo – Nach den tödlichen Schüssen rund um eine Schwulen-Bar in Oslo entscheidet die norwegische Justiz, ob der mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft genommen wird. Der Beschluss des zuständigen Amtsgerichts wird nach Gerichtsangaben am späten Montagnachmittag erwartet. In der Nacht auf Samstag hatte ein Angreifer rund um die Bar "London Pub" Schüsse abgefeuert. Dabei wurden zwei Menschen getötet und mehr als 20 verletzt.

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Die Polizei gab am Montag die Namen der Todesopfer bekannt – zwei Männer der Jahrgänge 1962 und 1968. Als Reaktion auf den möglicherweise islamistisch motivierten Terroranschlag ist am Abend eine große Solidaritätskundgebung auf dem Osloer Rathausplatz geplant. Dabei sollen Flaggen und Schriftbänder gezeigt werden, die ursprünglich für eine "Pride-Parade" am Samstag geplant waren. Die Parade im Zeichen von Vielfalt, Freiheit und sexueller Selbstbestimmtheit wurde wegen der Schreckenstat abgesagt.

Der norwegische Geheimdienst PST stuft die Attacke als islamistischen Terroranschlag ein. Ein 43 Jahre alter Norweger mit iranischen Wurzeln wurde wenige Minuten nach den ersten Schüssen festgenommen. Das Motiv war am Montag weiter unbekannt. Eine von mehreren Theorien der Polizei ist, dass es sich um ein Hassverbrechen gegen Homosexuelle gehandelt haben könnte. (APA/dpa)

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