Schwimmen

Vom WM-Finale in Budapest zu den Landesmeisterschaften nach Linz

Auf dem Sprung zurück: Bernhard Reitshammer startet nach WM-Platz vier bei den Landesmeisterschaften – den oberösterreichischen.
© gepa

Eben noch in Budapest erfolgreich, schwimmen Reitshammer und Bucher in Linz um Landesmeister-Titel, die anderen Tiroler ab heute im Tivoli.

Von Sabine Hochschwarzer-Dampf

Innsbruck – Noch sind möglicherweise gar nicht alle Gratulationen beantwortet. „Es war enorm und falls ich jemanden vergessen habe: Danke und Entschuldigung“, sagt Bernhard Reitshammer gerührt. Mit Platz vier bei der Schwimm-WM in Budapest über 50 m Brust hatte der Absamer, abgesehen von EM-Bronze im Jahr zuvor, zuletzt seinen bislang größten Erfolg gefeiert. Die Party fiel dennoch dezent aus. „Gott sei Dank. Überraschungen sind nämlich nicht so meins“, gesteht der 28-Jährige grinsend.

Reitshammer gönnte sich mit den Linzer Schwimmkollegen zumindest asiatisches Essen, nach Wochen der Zurückhaltung mit Nudeln und etwas Fleisch. Mit am Tisch auch der Innsbrucker Simon Bucher, der sich als WM-Sechster über 100 m Delfin in die Weltspitze katapultiert hatte und gemeinsam mit Reitshammer, Heiko Gigler und Valentin Bayer mit Platz sieben in der Staffel (4 x 100 m Lagen) für einen weiteren historischen Erfolg gesorgt hatte. „Zum Schluss noch so ein Höhepunkt, das war der Wahnsinn“, schwärmte der 21-Jährige, der danach etwas Ruhe suchte und bei einem Besuch daheim auch im Tivoli-Bad fand – zum Einschwimmen für die Landesmeisterschaften am Wochenende in Linz.

Jene in Tirol gehen ab heute ohne die beiden ins Szene. Sie wanderten bekanntlich aufgrund der fehlenden 50-m-Halle nach Oberösterreich aus und mussten den Heimatclub TWV verlassen.

Sowohl in Linz als auch in Innsbruck steht für die Besten ein Mammutprogramm auf dem Plan. Reitshammer schwimmt sieben Strecken, Bucher fünf, dazu die Staffeln. „Normal für uns bei Landesmeisterschaften und auch ein gutes Training“, erklärt Reitshammer. Selbiges hatte auch Lena Opatril vor – bei der WM als Staffelschwimmerin (Rang zehn 4 x 200 m Kraul) dabei, im BLZ Südstadt stationiert, weshalb sie weiterhin für den SCI und damit auch bei den Tiroler Meisterschaften starten darf. Wird sie aber nicht. Eine beinahe überstandene Corona-Infektion zwingt die Oberperferin zur Absage: „Schade, aber vor der WM wäre eine Infektion wohl noch ungelegener gekommen.“ In Hinblick auf die EM im August in Rom gilt es sich zu schonen. Die Kraul-Bewerbe im Tivoli finden also neue Meisterinnen.

An Motivation fehlt es nach der WM keinem, im Gegenteil. Schon beim ersten Training nach der WM stellte Reitshammer fest: „Die Erfolge haben mich noch mehr angespornt. Ich hatte davor schon auch Spaß beim Schwimmen, aber jetzt habe ich noch ein bisschen mehr.“

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