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Karwendelbahnstrecke gesperrt: Ab Mitte Juli Schienenersatzverkehr

5500 Meter Schienen und 3000 Stück Schwellen werden getauscht. Im Westen Innsbrucks wird sogar ein ganzes Viadukt (im Bild die Vorarbeiten) erneuert.
© ÖBB/Prosser

Wegen Bauarbeiten verkehren ab Mitte Juli bis Ende August zwischen Innsbruck und Mittenwald Busse.

Innsbruck – Die Karwendelbahnstrecke wird aufwändig saniert und deshalb für über einen Monat komplett gesperrt. Ab 15. Juli, 22 Uhr abends, bis zum 22. August, 4 Uhr Früh, verkehrt zwischen dem Innsbrucker Hauptbahnhof und Mittenwald ein Schienenersatzverkehr. Das teilten die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) gestern in einer Aussendung mit. Reisenden wird empfohlen, sich frühzeitig über mögliche Änderungen bei Abfahrts- und Ankunftszeiten zu informieren.

5500 Meter Schienen getauscht

Insgesamt werden während der intensiven Bauphase mehr als 5500 Meter Schienen, 3000 Stück Schwellen getauscht und dabei rund 2500 Tonnen Gleisschotter verwendet. Am aufwändigsten werden die Arbeiten am historischen Inntalviadukt im Westen der Landeshauptstadt. Die im Jahr 1910 errichtete Konstruktion erstreckt sich zwischen der Egger-Lienz-Straße und dem Innrain und besteht aus 35 Bögen. 16 davon sind laut ÖBB „trotz mehrerer aufwändiger örtlicher Sanierungen in der Vergangenheit am Ende der Lebensdauer. Um den hohen Sicherheitsstandard auch in diesem Abschnitt künftig sicherzustellen, müssen sie erneuert werden.“

Auf einer Fläche von 180 Quadratmetern werde zuerst die neue, etwa 2000 Tonnen schwere Tragwerksplatte neben der bereits bestehenden errichtet und dann als Ganzes mit Hilfe hydraulischer Pressen eingeschoben. „Während der Sperre der Bahnstrecke muss jederzeit mit Baufahrzeugen gerechnet werden, die sich im Schienenbereich bewegen“, warnen die Bundesbahnen. Das Betreten der Gleisanlagen sei daher für Unbefugte jederzeit und ausnahmslos verboten.

Sperren auch im Vorfeld

Im Vorfeld der Hauptarbeiten wird die Bahnstrecke vom 4. bis zum 8. Juli sowie vom 11. bis zum 15. Juli jeweils zwischen 21.10 Uhr und 5 Uhr Früh für den Zugverkehr gesperrt. Das gilt für den Abschnitt zwischen dem Innsbrucker Hauptbahnhof und dem Bahnhof Scharnitz.

„Die Reisenden werden ersucht, sich im Vorfeld über ihre geplante Reise zu informieren“, teilen die ÖBB mit. Bei wichtigen Terminen oder kappen Übergängen für die Weiterfahrt solle nach Möglichkeit auf einen früheren Reisebeginn ausgewichen werden. „Zudem ist zu beachten, dass eine Fahrradmitnahme in den Bussen des Schienenersatzverkehrs nur im Rahmen des verfügbaren Platzes in den speziell gekennzeichneten SEV-Bussen möglich ist.“ Deshalb könne eine Fahrradmitnahme nicht garantiert werden. Zwischen dem Bahnhof Hochzirl und Zirl wird während der Dauer der Sperre ein Schienenersatzverkehr mit einem Kleinbus durchgeführt.

Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.oebb.at beziehungsweise auf www.vvt.at (TT)

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