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Betriebsrat schlägt Alarm und warnt: „Rettungsdienst in Innsbruck vor Kollaps”

Mit drastischen Worten will der Betriebsrat des Roten Kreuzes auf die "gefährliche Situation im Rettungsdienst im Großraum Innsbruck" aufmerksam machen. Die Versorgungssicherheit sei akut gefährdet. Rasche Maßnahmen werden gefordert.

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© Thomas Böhm

Innsbruck ‒ In einem Schreiben und Positionspapier schlägt der Betriebsrat des Roten Kreuzes Innsbruck Alarm. "Das System bricht zusammen, die Versorgungsqualität ist bereits seit Jahren nicht mehr gegeben und inzwischen ist auch die Versorgungssicherheit akut gefährdet", heißt es darin.

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Ursache sei nicht die Pandemie, "sondern die Tatsache, dass sich im Notfall-Rettungsdienst in Tirol seit elf Jahren am System nichts verändert hat und trotz jährlich steigender Einsatzzahlen nie eine adäquate Adaptierung der zur Verfügung stehenden Einsatzmittel – also Rettungswagen – gemacht wurde. Das System war bereits 2019 am Limit und inzwischen ist es mitten im Kollaps“, so die Betriebsräte Daniel Loner und Stefan Wehinger in dem Schreiben.

Druck und Arbeitsbelastung

Die beiden Betriebsräte nannten auch weitere Gründe: "Wie auch in der Pflege wird der Druck und die Arbeitsbelastung für hauptberufliche Sanitäter immer höher. Dies führte bereits zu Kündigungen von langjährigen, sehr erfahrenen Kollegen. Diese schützen sich selbst und die eigene Gesundheit mit dem letzten ihnen zur Verfügung stehenden Mittel – das kränkelnde System zu verlassen."

Überlastung "Normalzustand"

So sei etwa im Stadtgebiet von Innsbruck und dessen Umgebung untertags eine völlige Überlastung der Rettungswagen seit Monaten der Normalzustand. In Inntalachse sei der Krankentransport ebenso seit Jahren voll ausgelastet.

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"Vor allem der Ärztliche Leiter Rettungsdienst – welcher im Auftrag des Land Tirol den Rettungs- und Krankentransport überwacht und kontrolliert – stellte im Jahresbericht 2021 unmissverständlich fest, dass das System bereits ausge- bzw. überlastet ist", betonten die beiden.

Rasche Maßnahmen vom Land gefordert

"Aktuell ist die Gesundheit von hauptberuflichen Sanitäter:innen und vor allem Patient:innen in Gefahr", warnen Loner und Wehinger.

Die Verantwortung sehen die beiden Betriebsräte klar beim Auftraggeber, dem Land Tirol: „Es benötigt dringend eingreifende und vor allem rasche Maßnahmen, um die Sicherheit der Menschen in Tirol zu gewährleisten.“ (TT.com)


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