Rettungswesen

Angespannte Lage der Rettungsdienste in Tirol: Evaluierung geplant

Steigende Einsatzzahlen, zu wenig Mitarbeiter und Fahrzeuge. Die Situation der Rettungsdienste wird jetzt evaluiert.
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Innsbruck – Der Zustand der Tiroler Rettungsdienste soll über den Sommer evaluiert und dabei die Ist- und Soll-Situation angesichts stets steigender Einsatzzahlen erhoben werden. So lautet im Kern das Ergebnis des Krisengipfels, an dem am Freitagnachmittag Vertreter des Roten Kreuzes Innsbruck, der Rettungsdienst GmbH und des Landes Tirol beteiligt waren.

Schon am Donnerstag hat die zuständige Landesrätin Annette Leja der Rettungsdienst GmbH eine halbe Million Euro als Soforthilfe zugesagt. Das Ergebnis der Evaluierung soll Grundlage für weitere Schritte sein, „um die Situation in ganz Tirol nachhaltig zu verbessern“, heißt es in einer Aussendung des Landes. „Wir sind dankbar, bleiben aber am Ball und lassen nicht locker“, kommentieren die Rotkreuz-Betriebsräte, die die dramatische Situation aufgezeigt haben, das Ergebnis des Gipfels.

Wie notwendig zusätzliche Mitarbeiter und Fahrzeuge insbesondere für die Innsbrucker Rettung sind, zeigt ein weiterer Vorffall von vor drei Tagen. Bei einem Unfall im privaten Bereich erlitt ein Mann schwerste Verletzungen. Allerdings war kein Rettungswagen verfügbar, die Leitstelle musste Hilfe aus Hall anfordern. Innsbrucker Sanitäter, die bereits außer Dienst waren, setzten sich wieder in den Rettungswagen und übernahmen den Einsatz. (tom)