Tirol

Bär war in Thiersee auf Beutezug, Dutzende Schafe in Osttirol gerissen

Bären, wie hier in Scharnitz, konnten für Risse in Langkampfen und nun auch in Thiersee verantwortlich gemacht werden.
© Privat

Ende Juni hat ein Bär drei Schafe in Thiersee gerissen, wie die DNA-Analyse ergab. In Osttirol dürfte ein Wolf elf Schafe gerissen und zwei verletzt haben. Rund 25 sind außerdem seit dem Wochenende verschwunden.

Innsbruck – Durch das Tiroler Unterland streift ein Bär. Nachdem bereits Mitte Juni ein Tier nach Schafrissen in Langkampfen per DNA nachgewiesen – und von einer Wildkamera fotografiert – worden war, wurde nun erneut die DNA eines Bären nachgewiesen. Ende Juni riss demnach das Tier drei Schafe auf einer Alm in Thiersee. Seither wurden laut Land Tirol aus dem Gebiet keine weiteren Schäden oder Sichtungen gemeldet.

In Osttirol geht weiterhin der Wolf um. Heuer wurden bereits zahlreiche Risse gemeldet, am Wochenende kamen weitere hinzu. In Lavant und Außervillgraten wurden tote Schafe gemeldet. Es sei von elf toten, zwei verletzten und rund 25 vermissten Tieren auszugehen, teilte das Land mit. Aufgrund der Rissbeurteilung bestehe konkreter Wolfsverdacht. Proben wurden zur genetischen Untersuchung nach Wien geschickt.

Das Land richtet auch eine Bitte an betroffene Landwirte: "Um eine bestmögliche Probenqualität zu gewährleisten, bittet die Behörde, Kadaver von mutmaßlich gerissenen Tieren bis zum Eintreffen der Amtstierärztin/des Amtstierarztes gut abzudecken." (TT.com)

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