BP-Wahl 2022

FPÖ präsentiert Kandidaten oder Kandidatin für BP-Wahl am Mittwoch

Herbert Kickl soll am Mittwoch das Geheimnis lüften.
© IMAGO/Isabelle Ouvrard

Am Dienstag soll das Partei-Präsidium über den Vorschlag Herbert Kickl entscheiden. Glaubt man prominenten Freiheitlichen, weiß lediglich der Parrteiobmann selbst, welche Person er vorschlagen wird.

Wien – Die Freiheitlichen küren am Dienstag ihren Kandidaten oder ihre Kandidatin für die Bundespräsidentschaftswahl. Zu diesem Zweck findet am Nachmittag eine Präsidiumssitzung der Partei statt, die online vonstatten geht. Weder die restliche Parteispitze noch die Landesorganisationen dürften vor Sitzungsbeginn Bescheid wissen, wen FPÖ-Obmann Herbert Kickl vorschlagen wird. Die Sitzung dürfte daher bis in die Abendstunden andauern, hieß es aus Parteikreisen.

Als Favoritin war zuletzt etwa die Nationalratsabgeordnete Susanne Fürst kolportiert worden, die dem Vernehmen nach bis zuletzt gezaudert haben soll. Auch Petra Steger, Tochter des freiheitlichen Urgesteins Norbert Steger, war im Gespräch. Aber das bezweifeln etliche Freiheitliche ebenfalls aus unterschiedlichen Gründen. Und selbst Krone-Kolumnist und Anwalt Tassilo Wallentin war im Gespräch, dieser soll laut Tageszeitung Österreich bereits abgesagt haben.

Offiziell präsentiert werden soll der Herausforderer des Amtsinhabers Alexander Van der Bellen erst am Mittwoch. Bis zuletzt hatte Parteichef Herbert Kickl seine Entscheidung, die er dem Parteipräsidium unterbreiten wird, streng geheim und damit das Thema am Köcheln gehalten. Dem Vernehmen nach sollen selbst die freiheitlichen Länderchefs nur spekulieren, wer es wird. Aus diesem Grund dürfte der Vorschlag bei der Sitzung, die um 17 Uhr beginnt, auch intensiv diskutiert werden.

Leicht dürfte es der Kandidat oder die Kandidatin ohnehin nicht haben. Zum einen sitzt Van der Bellen recht fest im Sattel. Zum anderen wollen zumindest zwei weitere Kandidaten antreten, deren Programm inhaltlich den freiheitlichen Standpunkten ähnelt: So wettert etwa der ehemalige BZÖ-Politiker Gerald Grosz ebenso gegen Coronamaßnahmen und Sanktionspolitik gegen Russland wie auch der Chef der impfkritischen Liste MFG, Michael Brunner.

Die stellvertretende FPÖ-Klubchefin Dagmar Belakowitsch hielt sich am Vormittag jedenfalls bedeckt. Sie verriet keine Details und verwies nur auf die morgige Präsentation des Kandidaten. (APA)