Tiroler René Binder geht gut gelaunt in die Sommerpause
Auch in Monza durfte sich René Binder über den nächsten Klassensieg freuen.
Von Daniel Suckert
Innsbruck – Für den Tiroler Motorsportler kann die Sommerpause kommen: Der Zillertaler jubelte am vergangenen Wochenende in Monza mit seinem Team Algarve Pro Racing nicht nur über den nächsten Klassensieg in der Pro-Am-Wertung, sondern auch über die Gesamtführung in dieser Klasse. Leicht von der Hand ging das Sechs-Stunden-Rennen allerdings nicht.
Die große Hitze, die auch Lucas Auer in der DTM beim Imola-Auftritt quälte, machte auch Binder das Rennfahrer-Leben schwer. Vor allem, da man gleich zweimal Probleme beim Boxenstopp hatte und damit wertvolle Zeit verlor: „Es ist brutal, wenn man sich bei dieser Hitze an die Spitze heranarbeitet und dann wieder alles auf einen Schlag verliert. Aber so ist der Motorsport eben.“
Dazu kam noch ein Reifenschaden bei Teamkollege Steve Thomas (USA). Der Schlüssel zum Klassen-Triumph (LMP2-Klasse 7./Gesamtwertung 10.) lag für Binder klar auf der Hand: „Ein perfekt abgestimmtes Rennauto, mit dem wir insbesondere mit unseren Reifen sehr gut haushalten konnten.“ Nach dem Pro-Am-Erfolg beim Rennklassiker in Le Mans konnte das Team Binder, Thomas und James Allen (AUS) also ein weiteres Mal von ganz oben lächeln. Über den Sieg in der LMP2-Klasse durfte sich der Salzburger Ferdinand Habsburg (WRT-Team) freuen. In der Gesamtwertung des Sechs-Stunden-Rennens fuhr Habsburg mit Rui Andrade und Norman Nato auf Platz vier.
Nach der Hitzeschlacht gab es für Binder zuerst eine kühlende Champagnerdusche und dann die Führung der Pro-Am-Wertung, die es nun im Herbst zu verteidigen gilt: „Wir gehen jetzt einmal gut gelaunt in die Sommerpause und nehmen diese positive Stimmung dann zu den zwei letzten Rennen in Fuji (11. September, Anm.) und Bahrain mit.“
Was das Verbesserungspotenzial betrifft, hat der Familienvater klare Vorstellungen: „Es geht darum, fehlerfrei zu bleiben und die Reserven auszuschöpfen. Es gilt, unnötige Risiken durch zu schnelles Fahren auszuschließen. Am Ende musst du ,nur‘ so schnell wie nötig fahren.“
Kommentare