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Drei Wölfe in der Schweiz zum Abschuss freigegeben

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Chur, Sitten – In der Schweiz sind drei Wölfe zum Abschuss freigegeben worden, die mehrere Nutztiere gerissen haben. Es handelt sich um zwei Jungtiere im Kanton Graubünden und einen Wolf im Kanton Wallis, wie die Behörden am Freitag mitteilten. Mit der wachsenden Zahl von Wolfsrudeln streiten Behörden und Bauernverbände immer öfter über den Umgang mit den wilden Tieren. Während Behörden die Wiederansiedlung der einst ausgerotteten Art begrüßen, fürchten Bauernverbände um die Sicherheit.

Die Jungtiere in Graubünden hatten in der Gegend von Schamserberg am Mittwoch eine Mutterkuh angegriffen und so schwer verletzt, dass sie getötet werden musste. Es war der zweite derartige Angriff innerhalb weniger Tage. Ihr Wolfsrudel sei verhaltensauffällig, wie der Kanton mitteilte. Die lokalen Behörden hielten es auch für nötig, das Leittier zu töten, "von dessen Verhalten die Angriffe ausgehen". Die Abschussbewilligung für dieses Tier verhinderten aber bisher die Jagdgesetze.

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Naturschutzorganisationen befürworteten die Pläne, weil sich das betreffende Rudel auf Kühe spezialisiere. Es dürfe aber nicht vom Verhalten dieses Rudels auf andere geschlossen werden.

Der Wolf, der im Kanton Wallis zum Abschuss freigegeben wurde, hat nach Angaben der Behörden in der Region Val d'Illiez bereits zwölf Nutztiere gerissen.

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Die Stiftung Raubtierökologie und Wildtiermanagement geht davon aus, dass in der Schweiz 16 Wolfsrudel leben. Nach der Ausrottung waren die ersten Tiere 1996 wieder in der Schweiz eingewandert, vor allem aus Italien. (APA/dpa)


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