Politik am Sonntag

Tiroler VP will mit Astrid Mair Signale senden, FP kontra Dornauer

VP-Chef Mattle (l.) und Bezirksobmann Kolland (r.) präsentierten gestern Astrid Mair.
© ÖVP

Die Nominierung von Bezirkspolizeikommandantin Astrid Mair zur ÖVP-Spitzenkandidatin im Bezirk Kufstein war gestern Hauptgesprächsthema in der Volkspartei. Im Laufe des Freitags wurde die Lebensgefährtin vom Generalsekretär im Innenministerium und früheren Landespolizeidirektor Helmut Tomac aus dem Hut gezaubert. Bezirksparteiobmann und Bundesrat Sebastian Kolland machte einen Schritt zur Seite, angesichts der in den anderen Bezirken kaum erfolgten Erneuerung wollte er ein Signal setzen. Kolland selbst wird nur auf Platz zehn kandidieren, hinter Mair dürften sich jetzt Wirtschaftsbundobmann Manfred Hautz und Bezirksbauernobmann Michael Jäger ein Duell liefern.

Gestern wurde Mair präsentiert, sie soll nicht nur in der ÖVP die Bereiche Sicherheit, Migration und Integration abdecken, sondern auch im Bezirk dagegenhalten. Dort erwartet die ÖVP jedenfalls blaue Offensiven. „Für die Tiroler Bevölkerung möchte ich im Tiroler Landtag entsprechende Akzente setzen in puncto Sicherheit, Verkehr, Kriminalität und Migration – allesamt Herausforderungen, die unmittelbar anstehen“, betonte Mair. Aber apropos FPÖ.

Parteiobmann Markus Abwerzger zeigte sich gestern schockiert darüber, dass sich SPÖ-Chef Georg Dornauer nun gegen den ÖVP-Untersuchungsausschuss im Parlament stelle. Er bezeichnete Dornauer als Oberministrant der ÖVP. „Anstatt die ganzen ÖVP Schweinereien schonungslos aufzudecken, will er diese nun zudecken.“ Die Landesorganisationen von SPÖ und NEOS „erkennen Wahlkampfmanöver im U-Ausschuss“, erklärte hingegen ÖVP-Nationalrat Hermann Gahr. (pn)