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Kommentar zu den erfolgreichen ÖFB-Frauen: Große Töchter

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Der gemeinsame Jubel nach dem Sieg über Norwegen zeigte auch den grandiosen Teamgeist der ÖFB-Frauen.
© DAMIEN MEYER
Tobias Waidhofer

Von Tobias Waidhofer

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Die ersten (männlichen) Unkenrufe („Die haben ja noch nichts gewonnen“) ließen nicht lange auf sich warten, als Manuela Zinsberger und Co. nach dem 2:0 gegen Nordirland die Pressekonferenz von Teamchefin Irene Fuhrmann laut singend „crashten“. Der Konzentration hat die spontane Party aber offensichtlich – siehe den Viertelfinal-Einzug nach dem 1:0 gegen Norwegen – nicht geschadet, im Gegenteil: Der (Team-)Spirit scheint die ÖFB-Ladys auch 2022 wieder durch das Turnier zu tragen. So wie es schon beim sensationellen EM-Halbfinal-Einzug 2017 der Fall war.

Es wäre aber in gewisser Form auch herablassend, die Leistungen der Österreicherinnen auf den Mannschaftsgeist zu beschränken. Denn dass man gegen die favorisierten Norwegerinnen beim 1:0 kaum eine Torchance zuließ, spricht für einen klaren, diszipliniert ausgeführten Plan. Von B wie Billa bis Z wie Zinsberger bringen alle Damen ihre Leistung, am Feld wird kollektiv ums Leben gelaufen. Und auch spielerisch haben sich die ÖFB-Damen im Speziellen, aber auch der Frauenfußball im Allgemeinen seit 2017 deutlich weiterentwickelt.

„Wir wollen unser Herz am Spielfeld lassen“, ließ Viki Schnaderbeck im Vorfeld wissen. Dass dies gelungen ist, steht schon vor dem „Bonus-Duell“ am Donnerstag mit Deutschland fest. Die UEFA wählte den Jubel der ÖFB-Damen über den Viertelfinal-Einzug zum „Moment of the Day“. Und das völlig zu Recht. Heimat bist du großer Töchter.


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