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André Butzer und Sarah Bogner in der Galerie Kugler: Voll Ironie in Unschuld gemalt

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„Rauchender Brutus“ nennt Sarah Bogner dieses Bild.
© Galerie Kugler

Innsbruck – André Butzer mag ganz offensichtlich Menschen, Sarah Bogner dagegen Pferde. Was die beiden – denen die Innsbrucker Galerie Kugler ihre aktuelle Schau widmet – verbindet, ist ihre Art zu malen. Butzer am liebsten in Acryl, Bogner in Eitempera. Die Bilder der gelernten Medienkünstlerin Bogner, die erst seit etwa fünf Jahren malt, seien irgendwie „unschuldig“, meint Galerist Bernd Kugler. Was damit zu tun hat, dass ihre Sujets kulissig skurril daherkommen, gepfeffert mit einem Schuss Ironie, wenn die Künstlerin etwa ihre rosa Pferdchen, deren Augen und Münder weiße Leerstellen im Bild sind, genüsslich eine Zigarette schmauchen lässt.

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Als nette Geste an den Gastgeber hat André Butzer eine „Milchbäuerin“ an eine der galeristischen Wände gehängt. Gepuzzelt wie auch seine übrigen Menschenbilder aus farbigen Flecken, die allein den Gesetzen des Malerischen unterliegen. Um durch den Pinselduktus, mit dem Butzer seine naiv tuenden Szenarien durchpulst, Spannung innerhalb eines weißen Rahmens aufzubauen, der nichts anderes als ein freigelassenes Stück Leinwand ist. (schlo)

Galerie Kugler

Burggraben 6, Innsbruck; bis 19. August, Di–Fr 13–18 Uhr


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