Frauen-Euro

Naschenweng wieder da, dafür „wackelt“ Kapitänin Schnaderbeck

EM-Torschützin gegen Nordirland, Corona-positiv und nun gewappnet für Deutschland: Kathi Naschenweng.
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Die ÖFB-Frauen trainierten gestern bei 39 Grad Rekordhitze in England „kurz, aber intensiv“. Viktoria Schnaderbeck kämpft mit Knieproblemen.

Bagshot – Katharina Naschenweng ist zurück in der Spur. Die ÖFB-Teamspielerin konnte nach den medizinischen Tests am späten Dienstagnachmittag nach überstandener Corona-Infektion wieder ins Training im EM-Quartier in Bagshot einsteigen. Dort geht die Vorbereitung auf das Viertelfinale gegen Deutschland am Donnerstag (21 Uhr/live ORF 1) in die entscheidende Phase.

Naschenweng war am vergangenen Dienstag positiv getestet worden, hatte allerdings nur sehr milde Symptome und kehrte eine Woche später auf den Rasen zurück. Zuvor hat die Kärntnerin laut Teamchefin Irene Fuhrmann bereits lockere Einheiten auf dem Rad sowie Ballübungen gemacht. „Ihr geht es sehr gut, wir müssen aber einmal abwarten, wie es ihr im Training geht. Sie ist auch eher der Typ, der mit der Hitze nicht so gut zurechtkommt, da muss man noch einmal aufpassen“, gab die 41-jährige Wienerin Einblick.

DFB hofft auf Rückkehr der Tor-Garantie

Erst mal kräftig eincremen – und viel Wasser trinken! Bei fast 40 Grad nahmen die deutschen Fußballerinnen die Vorbereitung auf das EM-Viertelfinale gegen Österreich auf. Erstmals seit ihrem positiven Corona-Test wieder dabei war auch Lea Schüller. Die DFB-Torjägerin war fast eine Woche von der Mannschaft im Teamhotel isoliert und wurde am Montag erstmals wieder negativ getestet. Der 40-fachen Nationalspielerin (26 Treffer) und Bundesliga-Torschützenkönigin fehlten zwei Spiele in der Vorrunde. Derzeit ist unklar, ob sie am Donnerstag gegen Österreich wieder im DFB-Kader steht. „Wir müssen abwarten“, sagte Co-Trainerin Britta Carlson. Die Hoffnung lebt aber.

Gestern wurde laut Medienberichten in Großbritannien ein Allzeit-Hitzerekord gebrochen, auch in Bagshot waren zumindest 39 Grad angesagt. „Da gilt es kurz und knackig, aber intensiv zu trainieren“, betonte Fuhrmann. Am Montag hatte Kapitänin Viktoria Schnaderbeck wegen ihrer Knieprobleme individuell gearbeitet. „Es ist genauso eine schwierige Situation wie vor dem Norwegen-Spiel“, sagte die ÖFB-Teamchefin. Die England-Legionärin könne am besten abschätzen, ob ein Einsatz Sinn mache.

Vor Cordoba sind auch Damen nicht sicher

Ehrlichkeit vor Freundlichkeit: „Ich könnte jetzt sagen: Ja. Da müsste ich aber lügen“, meinte die deutsche Außenverteidigerin Felicitias Rauch auf die Frage, ob sie etwas mit dem Cordoba-Mythos anfangen könne. Es ist so sicher wie das Amen im Gebet, dass rot-weiß-rote Medien vor Duellen mit Deutschland die Cordoba-Keule auspacken und an den 3:2-Sieg bei der Männer-WM 1978 gegen den damals entthronten Weltmeister Deutschland erinnern. Und Hans Krankl­ darf da nicht fehlen: „Im Unterbewusstsein wird die große Schwester die kleine wieder unterschätzen – das ist unsere große Chance“, ließ der „Goleador“ zuletzt ein Online-Portal wissen. Vor Cordoba sind auch die Damen nicht sicher.

Während das Duell mit Deutschland bei den Männern durchaus Tradition hat, treffen Österreichs Frauen in Brentford zum ersten Mal überhaupt in einem Pflichtspiel auf die DFB-Elf. In den bisherigen zwei Testspielen 2016 (2:4) und 2018 (1:3) hatte es jeweils einen Sieg für den Rekord-Europameister gegeben. (APA, TT)

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