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Tiroler Unternehmen Eglo will nach Cyber-Angriff rasch wieder starten

Die Eglo-Zentrale in Pill.
© Eglo

Von Nina Werlberger

Pill – Seit Mittwoch ist klar, was die massiven IT-Probleme beim Tiroler Leuchtenunternehmen Eglo ausgelöst hat: Es handelte sich um eine Cyber-Attacke. Wie berichtet, ist die global tätige Gruppe aus Pill mit 5700 Mitarbeitern seit Montag nicht erreichbar, nachdem Computer und Telefonanlage weltweit ausgefallen sind. Eglo-Vorstandschef René Tiefenbacher bestätigte am Mittwoch, dass es sich um einen Angriff mit so genannter Ransomware handelt und schloss einen IT-Crash damit endgültig aus.

Es werde mit spezialisierten Forensikern daran gearbeitet, das Computersystem wieder zum Laufen zu bringen. Dafür werden Backups genützt. Bis zum Wochenende sollten alle Daten wieder hochgeladen sein, hofft Tiefenbacher.

„Wir sind trotz allem sehr optimistisch. Es schaut so aus, als könnten wir mit Anfang nächster Woche die Systeme wieder hochfahren“, sagte der Eglo-Chef. Erst dann könnten auch Bestellungen und Warenlieferungen weltweit wieder anlaufen.

Bei Ransomware handelt es sich um Schadprogramme, bei denen häufig alle Daten verschlüsselt werden und dann Lösegeld von den Unternehmen gefordert wird. Bei Eglo sei Letzteres bislang nicht passiert. „Eine Geldforderung ist nicht eingegangen“, erklärte Tiefenbacher am Mittwoch.

Unklar sei noch immer, wie und wo es zu der Attacke kam und ob es sich um einen gezielten Angriff handelte. „Unser Cybersicherheitssystem hat sofort reagiert, und es ist gelungen, den Vorfall zu isolieren. Teile der Systeme wurden allerdings aus Sicherheitsgründen abgeschaltet“, informiert das Unternehmen auch auf seiner Internetseite.

Wie groß ist der Schaden? Eglo hofft, die durch die Attacke entstandenen Ausfälle rasch kompensieren zu können, sobald das System wieder läuft. Ein Notbetrieb ist nicht möglich.

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