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Südtiroler Waffelhersteller Loacker verdoppelt Umsatz in China

Der Südtiroler Waffelhersteller ist auf Wachstumskurs – und tüftelt an neuen Nachhaltigkeitsstrategien.

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1021 Mitarbeiter arbeiten für Loacker.
© Loacker

Von Anna Haselwanter

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Bozen – Eine Milliarde Waffeln hat Loacker im Vorjahr in die ganze Welt verkauft. Damit hat der Waffelhersteller seinen Umsatz um 9 Prozent auf 281 Mio. Euro gesteigert und nach dem „pandemiebedingten Rückgang 2020“ wieder das Niveau von 2019 erreicht, erklärte Ulrich Zuenelli, Präsident des Verwaltungsrates, im Interview mit der Tiroler Tageszeitung. Die gesamte Unternehmensgruppe erwirtschaftete 375,73 Mio. Euro. Besonders „dynamisch entwickelten sich 2021 die Märkte in China mit einem Zuwachs von 47 Prozent und in Australien mit einem Plus von 32 Prozent“, schildert er. Beliefert werden mehr als 100 Länder. Der Marktanteil von Loacker bei Waffeln liegt weltweit bei knapp fünf Prozent, wobei der wichtigste Markt mit Abstand Italien ist, gefolgt von Saudi-Arabien, Israel und den USA.

Und Österreich? Hier versuche man gegen die rosa Konkurrenz anzukämpfen. Im ersten Halbjahr 2022 konnte im Verkauf ein Plus von 8 Prozent in der Menge, 17 Prozent im Wert erreicht werden. Insgesamt liege Österreich im Absatz-Ranking aber weit hinten, meint Zuenelli. Mit dem Loacker-Café am Innsbrucker Sparkassenplatz sei man „voll und ganz im Corona-Desaster gelandet“. Die Zielsetzung wurde aufgrund der damals herrschenden Corona-Bedingungen „von hinten bis vorne nicht erreicht“, sagt Zuenelli. Insgesamt habe die Pandemie den Retail-Bereich stark eingebremst, „einige Verkaufspunkte mussten geschlossen werden“. In Bozen und Trient wird nun wiedereröffnet, „wenn das klappt, ist nicht auszuschließen, dass auch in Tirol wieder etwas kommt“.

Inzwischen tüftelt Loacker an neuen Nachhaltigkeitsstrategien – etwa wie man in den Werken klimaneutral werden kann. Oder wie Plastikverpackungen weiter reduziert werden können, ohne Schutz und Haltbarkeit der Produkte einzubüßen. In der Rohstoffversorgung setzt der Betrieb bereits auf ökologische Landwirtschaft und langfristige Lieferbeziehungen. Haselnüsse werden etwa in Italien produziert, Milch in Südtirol, auch Getreide soll zunehmend „nach Hause geholt werden“. Denn aktuell bringen Lieferschwierigkeiten, die Nicht-Verfügbarkeit von Rohstoffen und Verpackungen natürlich Herausforderungen. In zwei Schritten wurden deshalb bereits die Produktpreise im „mittleren zweistelligen Bereich“ erhöht.

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