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Wahrer Wunderwuzzi: Hyundai Kona bekommt die „N“-Kur

Das „N“ markiert bei Hyundai die besonders sportlichen Modelle. Jetzt bekommt auch der Kona Sportlergene eingepflanzt und mutiert zum Hot-Hatch.

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Der Hyundai Kona N geizt nicht mit sportlichen Reizen und macht von Anfang an klar, dass er eine echte Fahrmaschine sein will.
© Letzner

Von Lukas Letzner

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Inzing – Der Hyundai Kona ist der wahre Wunderwuzzi des koreanischen Automobilherstellers. Zum einen gibt es ihn als Verbrenner, wahlweise mit und ohne Allrad, in der Hybrid-Version und als reines Elektroauto. Man könnte meinen, dass das ausreicht, doch bei Hyundai hat man das anders gesehen und dem Kona kurzerhand noch das N-Performance-Paket spendiert. Für diejenigen, die noch nicht wissen, was das ist: Die N-Line markiert bei Hyundai die besonders sportlichen Modelle, und wer den i30N – mit dem sich der Kona viele Bauteile teilt – kennt, kann schon vermuten, wie sich die sportliche Version des kompakten SUV bewegen lässt. Doch wird aus ihm ein waschechter Hot-Hatch? Dieser Frage sind wir in unserem Test nachgegangen.

Understatement ist für die N-Modelle generell und im wahrsten Sinne des Wortes ein Fremdwort. Der sportliche Grill, angedeutete Lufteinlässe in der Motorhaube und die aggressiv gezeichneten Leuchten sorgen dafür, dass man den Kona N sofort erkennt. Das optische Spektakel endet dann – wie es sich gehört – in armdicken Endtöpfen, die seitlich des Diffusors zum Vorschein kommen. Ein ordentlicher Heckspoiler rundet die Optik ab. Der Auftritt passt also schon mal.

Das sportliche Heck rundet den Auftritt des Hyundai Kona N ab. Hinter der schicken Heckklappe befinden sich 361 Liter Stauraum.
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Unter der Haube unseres flotten Kona steckt – wie beim i30N auch – der 280 PS starke Zwei-Liter-Turbobenziner. Das Aggregat sorgt dann im 4,22 Meter langen und knapp über 1,5 Tonnen schweren Kona, nicht zuletzt dank eines maximalen Drehmoments von 392 Nm, für einen druckvollen Antritt. Die 100-km/h-Marke durchbricht unser sportlicher Grenzgänger nach etwas mehr als 6 Sekunden. Den Antrieb kombiniert Hyundai mit einer Acht-Gang-Automatik, welche die Gänge blitzschnell und fast unmerklich wechselt. Einziges Manko: Auf Allrad muss man beim Hyundai Kona N verzichten.

In der Praxis fällt das aber kaum ins Gewicht. Eindrucksvoll krallen sich unsere 19-Zoll-Pirellis am Kurvenausgang in den Asphalt und das elektronisch geregelte Sperrdifferenzial sorgt dafür, dass ESP und Co. arbeitslos bleiben. Äußerst willig befolgt unser Testwagen jeden Lenkbefehl und lässt sich – zumindest auf trockener Straße – kaum aus der Ruhe bringen. Für die klangliche Untermalung sorgen die zwei Endrohre, aus denen der Kona frech rotzen kann. Schon nach den ersten Landstraßenkilometern wird klar: Der Kona „N“ ist eine echte Fahrmaschine, die Spaß macht. Der Kona kann aber auch ein echter Familienmensch sein. Vorne wird man von angenehm straffen Sportsitzen in den Arm genommen und auch hinten sitzt man sehr bequem. 361 Liter Stauraum (1143 Liter bei umgelegter Sitzreihe) sollten im Alltag reichen. Zwar ist hinten eine Mittelarmlehne eingebaut, auf eine Durchlade für Ski muss man leider verzichten. Der Materialmix ist auf hohem Niveau und von der induktiven Ladeschale bis zu den Assistenten fährt alles mit, was man braucht. In Anbetracht dieses Gesamtpakets überzeugt auch der Preis: 46.390 Euro muss man für den Kona N hinblättern. Aufpreispflichtig sind nur noch die Farbe und das Schiebedach.

Die Technik

Hubraum: 1998 ccm

Drehmoment: 392 Nm bei 2100 U/min

Leistung: 206 kW/280 PS

L/B/H: 4215/1800/1565 mm

Gewicht: 1510/2010 kg

Kofferraumvolumen: 361–1143 l

Tankinhalt: 50 l

Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h

0–100 km/h: 6,4 Sekunden

Verbrauch: 8,9 l/100 Kilometer

Kraftübertragung: Vorderradantrieb

Preis: 46.390 Euro

CO2-Emission: 194 g/km


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