Bezirk Kitzbühel

Bestbieter für Essen in St. Johanner Einrichtungen gesucht

St. Johann muss die Zubereitung und Lieferung von Speisen für die Bildungseinrichtungen der Gemeinde jetzt ausschreiben.

Von Michael Mader

St. Johann i. T. – Die Teuerung und eine neue Kindergartengruppe haben in St. Johann erstmals dafür gesorgt, dass die Essensbeschaffung für die Bildungseinrichtungen den Schwellenwert von 100.000 Euro übersteigt – und zwar deutlich. „Derzeit liegen wir bei 139.000 Euro im Jahr. Das heißt, dass wir öffentlich ausschreiben müssen“, erklärt Heike Crabtree von der Gemeinde.

Konkret mussten sich die Mandatare in der jüngsten Gemeinderatssitzung mit dem Abschluss einer Rahmenvereinbarung für die Zubereitung und Lieferung von Speisen beschäftigen. Eine auf Ausschreibungen spezialisierte Firma wird dabei in einem Vergabeverfahren den Bestbieter suchen. Die Rahmenvereinbarung wird zunächst über zwei Jahre abgeschlossen, mit einer Verlängerung über weitere zwei Jahre. Crabtree: „Wir müssen die Sicherheit haben, dass die Kinder immer versorgt sind.“ Die entsprechenden Unterlagen seien bereits von sieben Firmen aus dem Internet heruntergeladen worden, hieß es bei der Sitzung. Das heiße zwar noch nicht, dass auch sieben ein Angebot abgeben werden, aber zumindest hätten auch jene Interesse gezeigt, die bereits jetzt die Speisenlieferungen machen.

Das Geschäft dürfte auch nicht ganz unattraktiv sein, immerhin geht es für die vier Jahre um eine Summe von 556.000 Euro.

Die Gemeinde hat sich einige Hintertüren offengelassen: So wird den Bietern im Vergabeverfahren zunächst mitgeteilt, wer den Zuschlag erhalten soll, dann kann noch einmal nachgebessert werden. Zudem wird der Bestbieter nach einem Punktesystem ermittelt. 85 Prozent macht der Preis aus, 15 Prozent der Transportweg. Die Lieferung und der Abtransport werden zu fixen Zeiten vorgeschrieben, aber auch mehr oder weniger die Qualität der Speisen. Tiefkühlkost sei verpönt.

„Wir haben uns nämlich für eine gesunde Ernährung ausgesprochen“, äußerte Gemeinderätin Andrea Hauser (ÖVP), Obfrau des Bildungs- und Familienausschusses Bedenken, den billigsten Anbieter zu nehmen. „Wenn wir nicht zufrieden sind, haben wir die Möglichkeit, ohne Schaden flexibel auszusteigen“, beruhigte Bürgermeister Stefan Seiwald (ÖVP).

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