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Raubwanzen im Alpenzoo für die Forschung: Blut geleckt für neue Methode

Bei der Auswilderung von Steinböcken aus dem Alpenzoo wurden Wanzen auf das Fell gelegt. Die hatten ordentlich Appetit und saugten sich mit Blut voll.
© Alpenzoo

Mit Wanzen kann man Tieren ohne Nadel und Stress Blut abnehmen. Proben aus dem Alpenzoo sollen nun helfen, Erkenntnisse über die roten Blutkörperchen aller Säugetiere zu gewinnen.

Von Matthias Christler

Innsbruck – In der Forschung wird gerne das Wort „interdisziplinär“ verwendet, um zu beschreiben, dass sich viele kluge Köpfe aus unterschiedlichen Fachbereichen mit einem Thema befassen. Das ist meist nicht ungewöhnlich, diese Kombination schon: Der Leiter eines Nierenforschungszentrums in New York arbeitet mit der Med-Uni Innsbruck zusammen, die wiederum den Alpenzoo und die Gerichtsmedizin an Bord geholt hat. Noch ungewöhnlicher wird es, wenn man weiß, was vor knapp zwei Wochen im Rahmen der Forschung passiert ist: Raubwanzen haben bei Steinböcken aus dem Alpenzoo Blut gesaugt, das im Labor mit einem weltweit neuartigen und in Innsbruck gebauten Gerät analysiert wurde.

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