Bezirk Reutte

Bei Streit um Großparkplatz schlägt Pendel in Richtung Gemeinde

Beim Haldensee soll auf Nesselwängler Seite neben der Straße ein großer Parkplatz entstehen. Noch ist die Entscheidung gerichtsanhängig.
© Mittermayr

Nesselwängle – Der Haldensee übt Sommer wie Winter eine große Anziehungskraft auf Gäste und Einheimische aus. Aber ans oder aufs Wasser zu kommen, stellt manche vor eine große Herausforderung, was gerade die Parkmöglichkeiten auf Nesselwängler Seite betrifft. Anrainer im Ortsteil Haller können laut BM Hubert Mark ein Lied davon singen, wo Autos schon überall abgestellt wurden. Der „alte“ Nesselwängler Gemeinderat hatte deshalb in der letzten Legislaturperiode den Beschluss gefasst, einen großen bewirtschafteten Parkplatz zu errichten. Anfangs ging die Planung sogar von 300 Stellplätzen aus, weiß Hotelier Peter Zotz, der sich gemeinsam mit mehreren Hallern gegen das Projekt auch juristisch zur Wehr setzt. Zumindest sei es gelungen, die Stellplätze auf 109 herunterzubringen.

Das Projekt ist seit der Genehmigung vor zwei Jahren durch die BH Reutte gerichtsanhängig (bis hin zum Verwaltungsgerichtshof), das Pendel dürfte nun aber in Richtung Gemeinde ausschlagen. Das Landesverwaltungsgericht Tirol hat kürzlich der Expertise eines (sogar von den Gegnern geforderten) Lärmsachverständigen Rechnung getragen und die Genehmigung bestätigt, weil die zusätzliche Belastung erträglich sei. Dagegen wurde zwar wieder berufen, aber es gibt keine aufschiebende Wirkung mehr, ist aus Gerichtskreisen zu erfahren.

Der neue Nesselwängler Dorfchef Mark weiß noch nichts von einem juristischen Sieg, wäre aber froh darüber. „Der Parkplatz, den auch der jetzige Gemeinderat voll mitträgt, wird dringend gebraucht. Dort gibt es am See viel zu wenig Stellplätze, gerade auch für Einheimische, die baden wollen.“ Ein Alternativvorschlag auf einer Anhöhe sei nicht zumutbar: „Eine Idiotie, wer würde schon ein Stand-up-Paddle über eine große Entfernung ans Wasser schleppen.“ Die Parkfläche werde selbstverständlich (wie im ganzen Tal) bewirtschaftet und der Kommune langfristig auch Einnahmen bringen.

Die Gegner wollen hingegen keine Lösung erkennen – nur Naturzerstörung, neuen Verkehr und mehr Lärm.

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