Im Tiroler Tourismus fehlen 7000 Mitarbeiter
Innsbruck – ÖVP-Tourismussprecher Mario Gerber bezeichnet in einer Aussendung die Zahlen des AMS zur Arbeitsmarktsituation im Tourismus als „halbe Wahrheit“. „Der Wirtschaftsbund-Stellenmonitor für Juli zeigt, dass im Tiroler Tourismus nicht nur die seitens des AMS kolportierten 3735 Stellen unbesetzt sind, sondern mit knapp über 7000 beinahe doppelt so viele“, so Gerber.
Probleme bereite dies vor allem den vielen kleinen Familienunternehmen, die ohne ausreichende Personalausstattung schnell an ihre Grenzen stoßen würden. Während größere Betriebe in der Reorganisation und der Umschichtung von Personal etwas flexibler seien, könne eine einzige unbesetzte Stelle in einem touristischen Kleinbetrieb bereits zum Stillstand führen. Dies sei doppelt bitter, da der Tourismus aktuell wieder kräftig an Fahrt aufnehme. Durch die Qualitätssteigerung in den vergangenen Jahren brauche der Tourismus mehr Mitarbeiter denn je. „Um die Situation zu verbessern, müssen alle politischen Hebel zu Lukrierung von mehr Personal aktiviert werden“, so Gerber. (TT)