Österreich

Plastikverpackungen: Nur 14 Prozent werden in Österreich recycelt

Österreich produziert jährlich über eine Million Tonnen Plastikmüll, das sind etwa 46.000 Lkw-Container voll.
© Zoller

Wien – Österreich produziert jährlich einen Berg von 1,2 Millionen Tonnen Kunststoffabfall. Verpackungen machen rund ein Drittel davon aus. Und diese hat sich Greenpeace angesehen. Konkret suchte die NGO den Anteil an recyceltem Plastik und fand diesen bei mageren 14 %. Fast drei Viertel der Kunststoffabfälle werden hierzulande verbrannt.

Die Ursache dafür sind Defizite bei der Sammlung und die Beschaffenheit der Kunststoffe, die sich oft nicht in die einzelnen Komponenten auftrennen lassen. „Erfolgreiches Recycling ist ein Mythos“ und „das System stößt bereits jetzt an seine Grenzen“, lauten die Schlussfolgerungen der NGO. Ein Ende der „Plastikverschmutzung“ sei nur mit Verzicht und Mehrweg erreichbar.

Gäbe es nur PET, wäre die Quote mit 31,7 % besser, so die NGO. Jedoch sind noch vier weitere Kunststoffarten als Verpackungsmaterial besonders gefragt, und dort liegen die Anteile laut einer Erhebung unter Kunststoffproduzenten auf niedrigem Niveau. Und eine schlechte Nachricht gibt es auch im Fall von PET, denn laut Schätzungen von „Zero Waste Europe“ ist die Recyclingmenge nach oben begrenzt: Nur etwa 42 % des produzierten Materials könnten demnach bis 2030 in die von der EU erwünschte Kreislaufwirtschaft fließen.

Und nicht zuletzt führte die „EU-Plastiksteuer“ seit 2021 bereits zu 270 Millionen Euro Zahlungen nach Brüssel. Die zahlen allerdings nicht die Hersteller, sondern werden nach einer Entscheidung der vormalig türkis-blauen Regierung aus dem Budget bezahlt, also vom Steuerzahler. (TT)