Bundesliga

Ein Herz, das den Namen des Tiroler Fußballs trägt

So stimmungsvoll wie beim Play-off-Spiel gegen Rapid soll es bei WSG-Heimspielen künftig öfter sein.
© gepa

Bei WSG-Heimspielen im Tivoli geht es für gewöhnlich eher ruhig zu: Das soll sich nun aber ändern. Dafür wird an vielen Schrauben gedreht.

Von Tobias Waidhofer

Wattens, Innsbruck – Es gibt so einige Begriffe für Events bzw. Ereignisse, die großes Interesse auslösen: Jüngere Semester würden wohl von einem „Blockbuster“ sprechen, ein bisschen ältere Menschen können wohl eher mit dem Begriff „Straßenfeger“ etwas anfangen. So oder so ist eines klar: Heimspiele der WSG Tirol im Tivoli waren bislang weder das eine noch das andere. Mit einem Zuschauerschnitt von 1801 stellte die WSG in der vergangenen Saison das Schlusslicht unter den zwölf Bundesligisten dar.

Es gibt nun zwei Möglichkeiten für die Tiroler: Voller Selbstmitleid den Status quo zu bedauern – denn die WSG hätte sich angesichts der sportlichen Leistungen in den vergangenen Jahren durchaus einen größeren Zuspruch verdient – oder sich auf die Hinterfüße zu stellen und zu versuchen, etwas an der Situation zu ändern. Die WSG hat sich für Letzteres entschieden und initiierte im Zusammenspiel mit dem ehemaligen „Festival der Träume“-Mastermind Herbert Waltl sowie der Tiroler Versicherung die Aktion „Ein Herz für den Tiroler Fußball“. Ein kleines rotes Herz am Ärmel der Dress dient als Marker der Kampagne, die auch dafür steht, jedes Heimspiel zu einem Event zu machen.

Den Anfang macht das „Familienfest“ – siehe Faktbox unten– beim Match am Sonntag (17 Uhr) gegen Hartberg. „Das wird lässig, es kommen 300 bis 500 Kinder“, freut sich auch WSG-Trainer Thomas Silberberger, der bei der Aktion selbst federführend agiert und weitere Ziele formuliert: „Wir wollen eine Fankultur schaffen – und zwar eine positive. Es sollen nicht die Gegner beschimpft werden, sondern die eigene Mannschaft angefeuert werden.“ Die „Nord“ wird dabei zur Familientribüne avancieren. Man wolle das Image eines sympathischen, familiär agierenden Vereins pflegen, so Trainer Silberberger. Auch Musik soll dabei eine übergeordnete Rolle spielen – am Sonntag wird zum Beispiel die Tiroler Band Bluatschink für Stimmung sorgen. Ein Fanmagazin ist geplant – außerdem werden bei jedem Match Postkarten mit historischen Tiroler Fußball-Motiven aufgelegt, die zum Sammeln animieren und am Ende in einem Gewinnspiel gipfeln.

Tiroler Bodenständigkeit, die sich auch in den Ticketpreisen (siehe Faktbox) ausdrücken soll: Alle Fans unter 18 Jahren kommen am Sonntag gratis ins Stadion. Damit setzt man einen Trend fort – schließlich war der Stadionbesuch samt Getränk und Bratwurst im Tivoli schon in der vergangenen Saison der billigste im Vergleich zu den anderen elf Teams. Das ehrgeizige Ziel? Ein WSG-Heimspiel soll künftig zu einem Event werden. Zentral bleibt aber nach dem Auftakt-1:2 in Lustenau etwas anderes: drei Punkte gegen Hartberg.

🟢⚪️ WSG-Aktion am Sonntag

WSG Tirol – Hartberg 17 Uhr

Familienfest (ab 15.30 Uhr): Rund ums Tivoli mit dabei sind eine Kinderschminkstation, eine Herz-Banner-Mal-Station, ein Kuppelzelt, ein Eiswagen (vor dem Stadion), zwei WSG-Kicker, die zur Autogrammstunde laden, ein Familien-Kiosk sowie ein Auftritt der Band Bluatschink.

Ticketpreise: Alle unter 18 Jahren kommen beim ersten Heimspiel gratis ins Stadion.

  • Westtribüne: 18 bzw. 13 Euro (ermäßigt).
  • Osttribüne: 15 bzw. 10 Euro (ermäßigt).
  • Familientribüne (Nord): 10 und bzw. 6. Euro (ermäßigt).

Was noch kommen soll?

U. a. ein Fanmagazin.

Dazu werden bei jedem Heimspiel Postkarten mit historischen Tiroler Fußball-Motiven aufgelegt, die zum Sammeln animieren sollen und in einem Gewinnspiel gipfeln.

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