Innsbruck

Protest beim Höttinger Bild: Besinnung bei neuem Trail gefragt

Die idyllisch gelegene Kapelle „Höttinger Bild“ ist bei Pilgern sehr beliebt. Heute soll dort gegen einen Trail protestiert werden.
© Reinhold Sigl

Abt Schreier bittet um Pietät bei der heutigen Protestveranstaltung beim Höttinger Bild.

Von Denise Daum

Innsbruck – Ein geplanter Singletrail in der Nähe der Wallfahrtskapelle Höttinger Bild wirbelt viel Staub auf. Die ursprüngliche Trassenführung hätte den Bischof-Stecher-Besinnungsweg mehrfach gekreuzt. Der Bau wurde nach Protesten aus der Bevölkerung gestoppt. Die Ansage von Vizebürgermeister Hannes Anzengruber in der TT am Donnerstag, dass der Bau nach einer Adaptierung der Streckenführung nun fortgesetzt wird, rief den Bischof-Stecher-Gedächtnisverein auf den Plan.

Man habe nichts Grundsätzliches gegen einen Singletrail einzuwenden, schickt Obmann Peter Jungmann voraus. „Wir bitten aber die verantwortlichen PolitikerInnen, dafür zu sorgen, dass die Benützer des Bischof-Stecher-Besinnungsweges durch Downhiller beim Wandern, Pilgern und Betrachten nicht gestört und vor allem nicht gefährdet werden.“ Die Strecke müsse so angelegt werden, dass Konflikte vermieden und auch die Mountainbiker ihrem Hobby ungehindert nachgehen können, sagt Jungmann.

Vizebürgermeister Anzengruber teilt in einer Mail am Freitag mit, dass er die Route so umgeplant habe, dass der Besinnungsweg nicht in Berührung mit dem Trail komme. „Ich hoffe, dass mein Vorschlag auch so umgesetzt wird“, sagt Anzengruber. Bürgermeister Georg Willi bestätigt die Umplanung, diese müsse aber noch „vertraglich und rechtlich“ abgesichert werden.

Hinsichtlich der für heute Samstag von der Fraktion Gerechtes Innsbruck mit Anrainern aus Sadrach angekündigten Protestveranstaltung meldet sich Abt Raimund Schreier mit einem Appell zu Wort. „Da es sich beim Höttinger Bild vor allem um einen religiösen Ort handelt, bitten wir darum, dass politische Kundgebungen dies berücksichtigen und sich pietätvoll verhalten“, so Schreier. Besucher sollten nicht in ihrer Andacht gestört werden. „Aus demselben Grund möchten wir ersuchen, Politisches nicht mit Religiösem zu vermischen“, sagt Abt Schreier.

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