Festival

Großartiges „Hill Vibes"-Finale: Tausende Reggae-Fans und ein Gentleman

Der Star des Abends: Mit tief ins Gesicht gezogenem Fischerhut lieferte Gentleman – samt achtköpfiger Band – eine energiegeladene Show ab.
© Clemens Dorigo

Nach vier Festivaltagen endete das "Hill Vibes" in Telfs am Samstag mit einem mitreißenden Auftritt des deutschen Reggae-Stars Gentleman. Veranstalter und Polizei ziehen positive Bilanz.

Von Simon Hackspiel

Telfs – Dass das Konzert des deutschen Reggae-Stars Gentleman der Höhepunkt des "Hill Vibes"-Festivals in Telfs werden würde, stand wohl außer Zweifel. Doch was der Headliner in seiner zweistündigen Show aus dem Fischerhut zauberte, sorgte dafür, dass die Stimmung nach Mitternacht noch einmal durch die Decke ging. Die von vier intensiven Festivaltagen müden Tanzbeine gerieten bei Hits wie "Dem Gone", "To the Top" oder "Devam" noch einmal richtig in Schwingung. Vor dem druckvollen "Leave Us Alone" forderte Gentleman das Publikum auf, in die Hocke zu gehen – nur um dann umso mehr zu eskalieren.

Hill Vibes Festival in Telfs

Gentleman
Gentleman
Gentleman
Gentleman
Gentleman
Rebel Musig Crew
Rebel Musig Crew
Rebel Musig Crew
Rootz Radicals

Generell vermochte es der gebürtige Osnabrücker mit starken Jamaika-Connections, die mehr als 2000 Fans in der Kuppelarena immer wieder von neuem anzuheizen – gegen Ende nahm er sogar ein ausgedehntes Bad in der feiernden Menge. Dass der nahbare Star die Festivalnacht auf ein neues Level schraubte, war nicht zuletzt seiner achtköpfigen Evolution-Band geschuldet. Von den drei Background-Sängerinnen – die zu Beginn jeweils eine Nummer als Leadsängerinnen performten – über die Saxofonistin bis zum Schlagzeuger: Hier wirkte alles perfekt abgestimmt und trotzdem locker-lässig.

📽 Videostream | Konzert der Rebel Musig Crew zum Nachsehen

Den Samstagabend eingeläutet hatten zuvor Dub Tribe Rising und Rootz Radicals mit viel "Gute-Laune-Reggae". Zum ersten Mal so richtig laut wurde es dann als die Unterländer Rebel Musig Crew ihren größten Hit "Es Lem in de Berg" zum Besten gab. Der deutsch-ägyptische Sänger U-Cee hielt anschließend die Stimmung gefühlvoll am Köcheln, bevor Gentleman und Band ihre großartige Show ablieferten.

Insgesamt rund 5000 Festival-Besucher

Die Veranstalter zogen am Ende des viertägigen Spektakels eine durchwegs positive Bilanz: "Am Samstag waren wir mit 2500 Tickets ausverkauft. Insgesamt waren etwa 5000 Leute bei uns." Für die reibungslose Umsetzung der bereits siebten Auflage des Festivals in Telfs sorgte neben den Organisatoren des Vereins "Rasta Hill" auch ein großes und sehr engagiertes Freiwilligenteam.

Dass Familienfreundlichkeit beim "Hill Vibes" nicht nur eine Floskel ist, sah man an den zahlreichen Kindern, die untertags am Gelände unterwegs waren. Neben Kraxel-Möglichkeiten beim angrenzenden – voll ins Festivalgeschehen involvierten – Kletterzentrum "Bergstation" gab es eine eigens eingerichtete Kinderbetreuungsstätte. Für viel Bewegung sorgten zudem tägliche Yoga- und Tanzworkshops, eine kulinarische Weltreise boten mehrere Essensstände.

Auch Polizei zieht positive Bilanz

Den friedlichen Gesamteindruck des Festivals bestätigte am Sonntag auch ein Sprecher der Polizei Telfs. "Erfahrungsgemäß haben wir es beim Hill Vibes mit einem sehr ruhigen Publikum zu tun." Es sei zu keinen Einsätzen wegen Gewaltdelikten gekommen, Suchtmittelanzeigen habe es "im normalen Maß" gegeben. Die Polizei habe in Zivil kontrolliert und sei "nicht massiv" aufgetreten.

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