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Nur der FC Kufstein durfte sich Derbysieger nennen

Nach dem 2:1-Erfolg über Ex-Club Wörgl stieg Kufstein-Trainer Husic auf die Euphoriebremse. In Imst sahen 1000 Zuschauer ein 4:4-Unentschieden.

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Wörgl-Kapitän Johannes Erb (grau) warf im Unterland-Derby der tt.com Regionalliga Tirol in Kufstein (Marco Juffinger, r.) alles in die Waagschale, musste sich aber mit 1:2 geschlagen geben. Kufstein-Trainer Denis Husic hatte seine Schützlinge (Kemal Kilic) gegen seinen Ex-Club also gut eingestellt.
© Osterauer

Von Daniel Lenninger

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Kufstein – Nein, von überschwänglichen Emotionen wurde Kufsteins Neo-Trainer Denis Husic am Sonntag beim 2:1-Derbysieg über seinen Ex-Verein Wörgl in der tt.com Regionalliga Tirol nicht übermannt. Die ausbleibenden Gefühlsregungen lagen zum einen an der Routine des 44-Jährigen, der im Sommer nach 13 Jahren die Fronten gewechselt hatte: „Früher hätte ich drei Tage vor dem Spiel nicht einschlafen können. Aber mittlerweile bin ich einfach zu lange im Geschäft.“

Zum anderen diente aber auch die ausbaufähige Kufsteiner Leistung nicht als Grundlage ausufernder Gemütsbewegungen. Husic sah jedenfalls „sehr viel Luft nach oben“.

Sechs Punkte nach zwei Spielen sind sehr wertvoll. Aber spielerisch war das sicher keine Glanzleistung.
Denis Husic(Trainer FC Kufstein)

Es lag nämlich an Kapitän Daniel Wurnig, mit seinem Doppelschlag (62., 70.) einen 0:1-Rückstand (Drazen Kekez traf per Freistoß/51.) in einen Arbeitssieg zu verwandeln. „Sechs Punkte aus den ersten beiden Spielen sind sehr wertvoll“, blickte Husic auf die Tabelle, die Spitzenreiter Kufstein und die Reichenau als die einzigen beiden Teams mit dem Punktemaximum ausweist. Und trotzdem: „Spielerisch war das keine Glanzleistung.“ Von der beinahe zweistelligen Anzahl an Spielern, die mit ihrem Trainer von Wörgl in die Festungsstadt gewechselt waren, standen nur drei (Jirka, Kilic, Alvin Husic) auf dem Platz. „Wir sind auf einem guten Weg“, freute sich auch Kufstein-Obmann Simon Einwaller, der mittelfristig bekanntlich die 2. Liga als Vision ausgegeben hatte.

Telfs ist mit dem Remis wohl glücklicher. Aber die Freude über das Fußballfest überwiegt bei mir.
Herbert Ramsbacher(Trainer SC Imst)

Das Wort Umbruch ist zuletzt auch beim Kufsteiner Lokalrivalen Wörgl in Mode gekommen, wird aber nicht als Ausrede verwendet: „Wir jammern nicht und werden die jungen Spieler integrieren“, hakte Wörgl-Coach Emir Music die Derbyniederlage ab.

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Während das Unterland-Derby knapp 500 Zuschauer verfolgten, platzte die Imster Velly Arena am Sonntag Vormittag aus allen Nähten – und die knapp 1000 Fans wurden beim packenden und abwechslungsreichen 4:4-Unentschieden auch belohnt. „Tiroler Oberland – was willst du mehr?“, fragte deshalb auch Herbert Ramsbacher nach dem Kampf um die Vorherrschaft treffend.

Imst (rot) und Telfs (weiß) kämpften im Oberland-Derby am Sonntag um jeden Zentimeter. Das 4:4-Remis war beste Werbung.
© Böhm

Dabei hätte der Imster Chefbetreuer auch fluchen können. Zumal seine Truppe einen 4:2-Vorsprung verspielt hatte. „Telfs ist wohl glücklicher. Aber die Freude über das Fußballfest überwiegt.“

Gäste-Coach Werner Rott jubelte dank Dreifachtorschütze Julius Perstaller über das Comeback, haderte mit billigen Gegentreffern und bewies mit der Einwechslung des doppelten Assistgebers Matej Dretvic ein goldenes Händchen. Nur dessen Ausschluss (84., Tätlichkeit) entsprach nicht den Anweisungen: „Wir sind volles Risiko gegangen und belohnt worden.“

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