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Teurer Umbau steht in der Kritik: Schwaz investiert in Café Central

Schwaz investiert 1,2 Mio. € ins Café Central. Ob sich das rentiert, wird in Frage gestellt.

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Der Umbau des Café Central soll bald starten. (Visualisierung)
© Stadt Schwaz/Brolli

Von Eva-Maria Fankhauser

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Schwaz – In einer Sache ist man sich beim Café Central am Schwazer Pfundplatz einig: Es ist an der Zeit, das Café zu modernisieren. Es soll vor allem barrierefrei werden und einen Wintergarten erhalten. Nach der knappen Wahl des Pächters – eine Stimme mehr für Alois Baier, der nur wenig entfernt das Gasthaus Tippeler betreibt – bringen nun die Kosten Konfliktpotenzial.

Im Vorjahr hat die Stadt als Eigentümer des Cafés im Budget laut BM Victoria Weber 550.000 Euro für den Umbau vorgesehen. Das sei ohne Kostenschätzung passiert, als Platzhalter. Erst Ende Mai stand die erste Kostenschätzung für den Umbau fest: 1,2 Mio. Euro.

„Nach der Befundung ist klar geworden, dass vieles zu erneuern ist – von Heizung, Abwasser, Lüftung, Küche bis hin zur Elektrik oder der Begradigung“, erklärt BM Weber. Die Kosten seien hoch, aber stemmbar. Sie sieht in der Erneuerung einen Mehrgewinn.

Der Beschluss wurde im vertraulichen Teil der Gemeinderatssitzung gefasst. Die Liste „Wir für Schwaz“ äußerte Bedenken. „Wir haben uns enthalten. Die Kosten haben sich fast verdoppelt und die Vorgangsweise hat uns nicht gepasst. Wir hätten gerne Tempo rausgenommen“, sagt VBM Martin Wex. Das „viele Geld“ fließe nur in den Umbau des Cafés und werte nicht die ganze Immobilie auf. Auch einen Verkauf hätte man thematisieren können.

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BM Weber wundert die Kritik. Ein Verkauf komme nicht in Frage. Alles sei vorab im Stadtrat besprochen und im Gemeinderat beschlossen worden. Die Bedenken kämen zu spät. Wex ist nach eigenen Worten nicht gehört worden.

GR Matthias Stötzl (MFG) stimmte gegen die hohe Summe, er tue sich schwer in Zeiten wie diesen für ein „60m² großes Café solche Kosten zu rechtfertigen“. Die Schwazer ÖVP sieht eine „notwendige“ Investition im Café, will aber die Kosten im Auge behalten. „Ein wesentlicher Teil der Investitionen muss sich letztlich auch in der zukünftigen Miete wiederfinden“, sagt VBM Matthias Zitterbart.


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