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Bescheid für Abschuss von Osttiroler Wolfspaar erlassen

Zwei Wölfe mit den Bezeichnungen „108 MATK" und „121 FATK" in drei Jagdteilgebieten in den Osttiroler Orten Lavant, Tristach und Nikolsdorf wurden nach der Empfehlungen des Fachkuratoriums zum Abschuss freigegeben.

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Symbolfoto.
© APA/AFP/OLIVIER MORIN

Innsbruck – Wie das Land Tirol am Freitag in einer Aussendung bekanntgab, liegt nun der Bescheid der zuständigen Fachabteilung für den Abschuss von zwei weiteren Wölfen vor. Ein Fachkuratorium hatte am Mittwoch eine entsprechende Empfehlung für die Entnahme der Tiere mit den Bezeichnungen „108 MATK" und „121 FATK" ausgesprochen. Im nun vorliegenden Bescheid sei festgehalten, dass die Wölfe in drei Jagdteilgebieten in den Osttiroler Orten Lavant, Tristach und Nikolsdorf bis zum 31. Oktober „entnommen“ werden dürfen.

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Der Bescheid werde nunmehr den „Jagdausübungsberechtigten und den Jagdschutzorganen" in den betreffenden Jagdgebieten zugestellt, hieß es. Dagegen könne innerhalb von vier Wochen Beschwerde erhoben werden. Die aufschiebende Wirkung einer allfälligen Beschwerde sei allerdings aberkannt worden.

Bisher gilt in Tirol für einen „Problemwolf" ein Abschussbescheid, nämlich für „158 MATK". Allerdings kündigte der WWF an, diesen beeinspruchen zu wollen. Im Vorjahr war ein Abschussbescheid aufgrund einer Beschwerde von NGOs vom Landesverwaltungsgericht aufgehoben worden. Das Tier wurde nicht getötet.

Die beiden nunmehr zum Abschuss freigegebenen Wölfe, ein Weibchen und ein Männchen aus einer italienischen Population, waren bei Rissen vom 24. Juli in Lavant nachgewiesen worden. 17 Schafe und eine Ziege waren verendet. Außerdem wurde auf der Lavanter Alm ein Ochse getötet, „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ von einem Wolf, hieß es seitens des Landes. (TT.com)


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