Schwaz

Ohne Müll: Lanelight Festival in Schwaz soll Vorbild sein

Nina Madersbacher, Sandro Brand und StR Viktoria Gruber freuen sich auf ein Festival ohne Müll am Margreitner Platzl in Schwaz.
© Fankhauser

Das Lanelight Festival in Schwaz will unter dem Motto „Feste ohne Reste“ zeigen, wie umweltschonend und nachhaltig Feiern funktioniert.

Von Eva-Maria Fankhauser

Schwaz – So beliebt Feste auch sind, so ungeliebt sind die Müllberge am Tag danach. „Wenn man mit der Schaufel über den Platz geht und das Plastik vom Boden in Säcke füllt, dann fragt man sich schon, ob das sein muss“, sagt Sandro Brand, Obmann der Alternativen Kulturwerkstatt (AKW) in Schwaz. Der Verein ist bemüht, Feste „so nachhaltig wie nur möglich“ zu machen. Daher startet er ein Pilotprojekt in Kooperation mit der Stadt Schwaz und dem gemeinnützigen Verein issba.

Am 20. August findet am Margreitner Platzl in Schwaz das Lanelight Festival statt. Unter dem Motto „Feste ohne Reste“ soll dabei vor allem auf Plastikmüll verzichtet werden. Über den Becherverleih von issba wurden rund 4000 Stück Becher bestellt. Die werden während des Festivals mit Pfand ausgegeben und danach retourniert. „So muss beim Fest nichts gewaschen werden, es sind genügend Mehrwegbecher da, die dann bei issba gereinigt und weiterverwendet werden“, erklärt Grünen-StR Viktoria Gruber. Im Gemeinderat wurde schon oft darüber diskutiert – gescheitert ist es aber stets an den Kosten.

Für die Mehrwegbecher beim Lanelight Festival schießt die Stadt zu. „Das soll ein Vorzeige-Festival in Umweltsachen sein. Wir hoffen, dass es andere motiviert, es nachzumachen“, sagt Gruber. Auch Mit-Organisatorin Nina Madersbacher (Ulli’s) freut sich, so ein Zeichen für den Umweltschutz setzen zu können. Neben den Mehrwegbechern hält das Festival noch andere nachhaltige Ideen parat. „Der Foodtruck verwendet bei der Essensausgabe nur Karton und Besteck aus Holz“, sagt sie. Weiters werden Taschenaschenbecher ausgegeben. „Das sind kleine Röhrchen, in die man Asche und Zigarettenstummel geben kann. Wer einen vollen Taschenaschenbecher an der Bar abgibt, kriegt ein Gratis-Bier“, sagt Brand. So bleibe der Platz sauber und die etwa 500 erwarteten Besucher können feiern, ohne Müllberge zu hinterlassen. Der Eintritt besteht aus freiwilligen Spenden für einen guten Zweck.

Im Herbst will die Stadt Richtlinien zur Unterstützung von Veranstaltern bei Mehrwegbechersystemen erarbeiten. Gruber hofft zudem, dass die Stadt ein eigenes Bechersystem mit einem Kooperationspartner umsetzt.

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Angela Dähling

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