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Neuer BMW Active Tourer im Test: Mit Dynamik durch den Alltag

BMW hat den Active Tourer neu gedacht, ohne seinen hohen Nutzwert über Bord zu werfen. Nun ist dieser 2er jedoch sportlicher und feiner gemacht. Antriebe und Multimedia zeigen das Potenzial der Münchner.

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Die Neuauflage des BMW 2er blieb seiner Linie treu und ist doch kaum wiederzuerkennen. Viel glatter und dynamischer wirkt nun die geräumige Karosserie, die bullige Front folgt dem neuen Stil der Bayern.
© Fellner Reinhard

Von Reinhard Fellner

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Innsbruck – Hochdachkombi, Crossover oder doch Kompaktvan: BMW hat das 2014 präsentierte Konzept noch einmal überdacht und grundlegend neu aufgelegt.

Jetzt steht er da, der neue 2er Active Tourer. Im TT-Test gleich als hybridisierter 220i und scharfes M-Sportpaket. Nur die Seitenlinie und ein Blick von schräg hinten erinnern noch an den Vorgänger. Geblieben ist die Geräumigkeit der Karosserie und deren Variabilität. So ist die Rückbank praktisch verschiebbar und im Verhältnis 40:20:40 umklappbar. Durch die erhöhte Sitzposition ist zudem auch die Rundumsicht glänzend – weiter ein Auto zum Leben also. Das gilt vor allem auch für die Passagiere. So bietet der 2er ein hervorragendes Raumgefühl auf allen Plätzen. Dazu haben die Bayern bei der Innenraumgestaltung alle Register gezogen.

Das Armaturenbrett mit geschwungenem Bildschirm gleicht dem des brandneuen X1 und informiert über ein geschwungenes Digital-Cockpit (Curved Display), das es in Bedienlogik, Schnelligkeit und grafischer Darstellung in sich hat. Die Bedienung des Volldigitalen geriet dabei derartig gut, dass wir auch den Verlust des bislang so geliebten „i-Drive-Drehreglers“ halbwegs verschmerzen konnten. Ein Oberklassecockpit im Kompaktwagen – das ist das neue Premium.

Curved Display de luxe: Moderner und qualitativ hochstehender geht es derzeit in der Kompaktklasse nicht zu.
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Antriebsmäßig ließen wir den neuen Hybrid-Benziner mit 156 PS auf uns wirken. Dem 223i (218 PS) und dem 220i verhilft Mild-Hybrid-Elektrifizierung zu Dynamik bei optimierter Effizienz. Erstmals wurde der als Startergenerator und zur Unterstützung des Verbrenners eingesetzte 48-Volt-Elektromotor in das Automatikgetriebe integriert. Er erzeugt eine auf 19 PS gesteigerte Leistung, die bei Beschleunigung als zusätzliches Antriebsmoment genutzt wird und sich in einer spontanen Kraftentfaltung beim Anfahren und bei Zwischenspurts bemerkbar macht. Der kraftvolle Startergenerator erhöht dazu den Komfort bei der Auto-Start-Stop-Funktion.

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So weit die Theorie, die sich aber 1:1 in die Praxis umsetzen ließ. So ist der auf dem 136-PS-Aggregat Basierende kaum wiederzuerkennen und macht nun einen souveränen Eindruck, der Leistungsreserven mit Laufkultur paart. Speziell im Sportmodus erscheint die Leistung des 220i doch beachtlich. Damit lässt es sich in Zusammenarbeit mit dem knackigen Fahrwerk und der zielgenauen Lenkung richtig freudvoll fahren. Auch in diesem BMW liegt die Dynamik einfach in den Genen, ohne im Alltag mit übertriebener Härte zu nerven. Die 48-Volt-Technik muss freilich auch verbaut werden und offenbart so einen Nachteil: Der Kofferraum schrumpft von 470 auf 415 Liter. Da könnte auch der überarbeitete Diesel (218d) mit 150 PS als bekannt spritziger Knauserer ebenso eine Überlegung wert sein. Der liegt im Kaufpreis aber erst einmal 1900 Euro höher. Alle Active Tourer werden nun übrigens serienmäßig mit Siebengangautomatik ausgeliefert – passt zum hochwertigen Fahrzeugkonzept. Ab 36.400 Euro geht es mit dem 218i los. Besser 38.000 Euro für den 220i ausgeben oder einfach den bewährten 218d nehmen.


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