Volkskultur

Paukenschlag in der Schlagerbranche: Telamo verkauft!

Strahlende Gesichter bei den handelnden Entscheidungsträgern des Schlagerlabels Telamo und der BMG.
© BMG

Berlin, München – In Insiderkreisen kursierten die Gerüchte schon länger. Die Bertelsmann Group (BMG) hat einen Kaufvertrag zum Erwerb von Deutschlands größtem unabhängigen Musik­label Telamo, dem heimischen Marktführer im Bereich Schlager, unterzeichnet.

Diese Label-Akquisition ist die bisher größte von BMG in Deutschland. Weltweit ist es die größte von BMG seit der Übernahme des Country-Labels BBR Music Group (Nashville) im Jahr 2017. Sie umfasst nicht nur Telamo und seine Labels, sondern auch das führende digitale Angebot „Schlager für Alle“, das über 1,7 Millionen Nutzer über Facebook, Instagram, Youtube und TikTok zählt.

Telamo wurde 2012 von Kathleen Herrmann, Ken Otremba und Marko Wünsch gegründet. Alle 29 Mitarbeiter sowie Geschäftsführer Ken ­Otremba bleiben im Unternehmen, die Büros in München und Berlin bleiben bestehen. Kathleen Herrmann und Marko Wünsch werden für Telamo auch künftig beratend tätig bleiben.

Acht der Top 25 der deutschen Schlager/Deutschpop-Künstler stehen bei Telamo unter Vertrag. Die erfolgreichsten Künstler des Labels sind Giovanni Zarrella, Eloy de Jong, Marianne Rosenberg, Ross Antony, Die Amigos, Thomas Anders, Florian Silbereisen, Daniela Alfinito, Fantasy und viele andere.

Maximilian Kolb von BMG streut Rosen: „Telamo hat es in den vergangenen zehn Jahren geschafft, ein so traditionsreiches Genre ins digitale 21. Jahrhundert zu heben. Daher freuen wir uns sehr, all die wunderbaren Künstler und natürlich das gesamte Team willkommen zu heißen.“

Man vertrete dieselben Werte und passe kulturell perfekt zueinander. „Gemeinsam werden wir den Markt noch weiter bewegen und verändern.“

Telamo-Gründer Ken Otremba sieht die Übernahme positiv: „Seit Gründung ist es unser Ziel, die optimalen Bedingungen für unsere Künstler zu schaffen. Wir sind stolz, nun ein neues Kapitel mit dem besten Set-up zu bieten. Wir führen alle Partnerschaften fort, bieten nun Zugriff auf weitere neue Welten – im Inland wie ­international.“

Der für Mitte August geplante Deal steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der österreichischen Bundeswettbewerbsbehörde. (hubs)

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