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Kein Regen: Deutsche Binnenschiffer kämpfen mit Niedrigwasser

Laut Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) können Fahrgastschiffe und Fähren nicht mehr alle Anlegestellen anfahren und viele Frachtschiffe nur noch zum Teil beladen werden. Das verschärft das Gerangel um knappen Schiffsraum in Zeiten von Ukraine-Krieg und Energiekrise.

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Transportschiff an der Schleuse Witzeeze im Elbe-Lübeck-Kanal in Schleswig-Holstein.
© imageBROKER/Stefan Härtel

Duisburg – Die deutsche Binnenschifffahrt kämpft mit Niedrigwasser. Seit Wochen regnet es kaum, die Pegelstände der Flüsse sinken, Uferzonen fallen trocken, neue Inseln steigen auf. Weiterhin sagt der Deutsche Wetterdienst kaum Regen voraus. Laut Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) können Fahrgastschiffe und Fähren nicht mehr alle Anlegestellen anfahren und viele Frachtschiffe nur noch zum Teil beladen werden. Auf der Elbe verkehren schon seit Wochen keine Frachter mehr.

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Laut BDB-Geschäftsführer Jens Schwanen verschärft das Niedrigwasser das Gerangel um knappen Schiffsraum in Zeiten von Ukraine-Krieg und Energiekrise. Zur hohen Nachfrage von Industrie, Landwirtschaft und Handel kämen etwa Kohletransporte beim Wiederhochfahren der Kohlekraftwerke. "Die Zahl der Binnenschiffe ist begrenzt", sagt Schwanen. "Lkw sind keine grundsätzliche Alternative, weil wir so viel größere Mengen transportieren. Schon ein 110-Meter-Schiff kann bis zu 3000 Tonnen befördern", erklärt der BDB-Chef. "Verteilen Sie das mal auf Lkw." Und Bahnunternehmen? Diese müssten ebenfalls schon eine starke Nachfrage bedienen – bei insgesamt zu wenigen Waggons und Lokführern.

Um den Verdienst der Binnenschiffer sorgt sich Schwanen nach eigenen Worten weniger – wegen des sogenannten Kleinwasserzuschlags: Den müssen Frachtkunden bei Niedrigwasser je nach Pegelstand und Vertrag zusätzlich zahlen. Das kann Transporte für sie merklich verteuern.

Den BDB-Chef treiben eher die Beschränkungen der Bundeswasserstraßen um. Nötig sei etwa die Vertiefung des Untermains bis Aschaffenburg - das sei noch nicht einmal in der Planung. Besonders wichtig sei die Beseitigung von sechs Flachstellen im Rhein zwischen Wiesbaden und St. Goar. Hier soll die Fahrrinne von garantierten 1,90 Metern auf durchgängig 2,10 Meter vertieft werden –bis Anfang der 2030er-Jahre. (APA/dpa)

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