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Mehr Zählstellen: Land Tirol will Radfahren verstärkt fördern und messen

„Sei nit fad, fahr Rad“ – mit diesem Slogan will das Land Tirol die Menschen dazu bewegen, möglichst viele Strecken mit dem Fahrrad zurückzulegen. Dazu werden auch mehr Radzählstellen eingerichtet. Bereits die bisherige Messung zeigt, dass der Verkehr mit dem Fahrrad zunimmt.

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Eine Kampagne des Landes Tirol soll die Tiroler dazu bewegen, möglichst viel mit dem Rad zu fahren.
© Land Tirol/Ringler

Innsbruck – Das Land Tirol bemüht sich, Menschen zum Umstieg auf das Rad zu motivieren. Dazu geht die Kampagne "Sei nit fad, fahr Rad!" in die nächste Runde. In einem neuen Video soll demonstriert werden, wie entspannt man mit dem Fahrrad ans Ziel kommt – entgegen dem Stress einer Autofahrt.

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📽️​ Video | Radfahren ist schnell

Der Weg zum Ziel ist mit dem Rad bereits ein Erlebnis – vom entspannten Treffen in der Altstadt ohne mühsame Parkplatzsuche bis hin zum Sonnenuntergang bei der Heimfahrt ohne Stau, soweit die Botschaft.

Die Förderung des Radverkehrs – vor allem im Alltag – spielt eine zentrale Rolle in der Tiroler Nachhaltigkeits- und Klimastrategie. "Ziel der Kampagne ‚Sei nit fad, fahr Rad‘ ist es, möglichst viele Tirolerinnen und Tiroler dazu zu bewegen, ihre Wege vor allem im Alltag aber auch in der Freizeit statt mit dem Pkw öfter mit dem Fahrrad zurückzulegen“, gibt Landesrätin Ingrid Felipe zu Protokoll.

An Spitzentagen 6230 RadlerInnen alleine an Karwendelbrücke

Um zu messen, ob das funktioniert, sind in Tirol Radverkehrszählstellen aufgestellt. Und es sollen mehr werden. Zu den neun bestehenden sollen noch weitere 34 kommen, so das Land Tirol in einer Aussendung. Aus den Zahlen von 2021 nach den bereits bestehenden Zählstellen lässt sich ableiten, dass der Radverkehr in ganz Tirol, vor allem aber in und rund um Innsbruck zugenommen hat. So wurden bei der Zählstelle an der Hallerstraße im Stadtgebiet Innsbruck im Vorjahr täglich durchschnittlich 1050 Fahrten verzeichnet, während im Vergleich zum Jahr 2020 nur 640 RadlerInnen die Zählstelle passierten.

An der meistbefahrenen Radzählstelle Tirols, bei der Karwendelbrücke im Westen Innsbrucks, fuhren im Durchschnitt täglich rund 2850, am Jahresspitzentag sogar 6230 RadfahrerInnen, vorbei. Auch in Völs-Kranebitten stiegen mit 2210 Fahrten am Spitzentag im April die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr.

Noch viel Luft nach oben

Trotz der hohen Frequenz gibt es jedoch noch viel Luft nach oben, was den Radverkehr betrifft. Vier von zehn Autofahrten in Tirol sind laut dem Verkehrsclub Österreich kürzer als fünf Kilometer. Wenn nur die Hälfte dafür das Rad nehmen würde, würde der Radverkehr um 15 Prozent steigen.

"Aufgrund der aktuell hohen Treibstoffpreise steigen momentan bereits viele Menschen auf das Fahrrad um", so Felipe. Dennoch solle die Infrastruktur gestärkt werden. Der Fokus liege auf Bike & Ride-Anlagen, Fahrradleihsystemen und Förderungen für (Lasten-)Fahrräder.

Radstrategie 2030

Dabei verweist die Mobilitätslandesrätin auf die erst kürzlich beschlossene Radstrategie 2030 des Landes Tirol, in der ein gesamtheitlicher Fahrplan zur Förderung des Radverkehrs für die kommenden zehn Jahre definiert wurde – mit dem Ziel, Tirol zu einem führenden Radland in den Alpen auszubauen: "Eine wichtige Rolle in der neu ausgearbeiteten Radstrategie spielt auch die Bewusstseinsbildung. Durch Maßnahmen wie die Kampagne ‚Sei nit fad, fahr Rad‘ soll die Bevölkerung für die vielfältigen Vorteile des Radfahrens für das Klima, die eigene Gesundheit und Geldtasche sowie für die Verkehrs- und Lärmbelastung sensibilisiert werden.“ (TT.com)

Sommer bringt neue Rad-Rekorde in Innsbruck

Von der Hitze lassen sich Innsbrucks Radfahrende nicht abhalten, mit dem gesündesten Verkehrsmittel auf Rädern von A nach B zu kommen. An zwei der am stärksten frequentierten Rad-Zählstellen im Innsbrucker Stadtgebiet steigen die Zahlen weiter an. Mit 9 Prozent mehr Fahrten im Vergleich zum Vorjahr kommt die Radzählstelle beim Sillpark von Jänner bis Juli auf 464.205 vorbeifahrende RadlerInnen, das sind durchschnittlich über 2200 Fahrten pro Tag. An der Radzählstelle am Herzog-Otto-Ufer an der Innbrücke beträgt der Zuwachs im Jahresvergleich sogar 11 Prozent – hier sind von Jänner bis Juli 447.688 Fahrten gezählt worden.

"Die InnsbruckerInnen setzen immer mehr aufs Fahrrad und wir kommen dem steigenden Bedarf an Platz und Abstellplätzen entgegen“, sagt Umweltstadträtin Uschi Schwarzl, die auf mehrere laufende Radweg-Bauten z.B. am Südring oder in der Michael-Gaismair-Straße verweist und zahlreiche neue Radbügel-Standorte vor allem in Wilten und im Innenstadt-Bereich nennt.

Laut Erhebungen im Rahmen des Innsbrucker Radmasterplans ist das Fahrrad im Sommer bereits das meistgenutzte Verkehrsmittel der InnsbruckerInnen, während es im Winter der öffentliche Verkehr ist. "In der kalten Jahreszeit sind es vor allem gute Radwege und gute Infrastruktur, die viele InnsbruckerInnen noch zum Umsteigen brauchen. Daran arbeiten wir das ganze Jahr intensiv“, so Schwarzl.


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