Fall Kellermayr: Ermittlungen wegen Bedrohung gegen Berliner
Laut Generalstaatsanwaltschaft ermittelt man im Fall Kellermayr nun gegen einen 31-jährigen Berliner wegen Bedrohung. Jene Datenträger, die vergangene Woche in Bayern sichergestellt wurden, werden weiter ausgewertet.
Wels, Berlin – Im Fall der aus der Impfgegnerszene bedrohten oberösterreichischen Ärztin Lisa-Maria Kellermayr, die Ende Juli Suizid begangen hat, gibt es nun auch in Berlin einen konkreten Ermittlungsansatz. Die Generalstaatsanwaltschaft bestätigte der APA am Mittwoch einen Bericht des ORF, wonach gegen einen 31-Jährigen wegen Bedrohung ermittelt werde. Weitere Informationen gab es unter Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht.
Etwas weiter ist man in Bayern: Vorigen Freitag wurde bei einem 59-jährigen Verdächtigen im Landkreis Starnberg eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Dabei gefundene Datenträger würden noch ausgewertet, erklärte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft München im ORF-Interview. Ermittelt werde wegen Bedrohung und Nachstellung. Er beklagte auch, dass es zu wenige rechtliche Möglichkeiten gebe, etwa eine zu kurze Speicherfrist für IP-Adressen. Ein normales Ermittlungsverfahren dauere von der Anzeige bis zu den entsprechenden Ermittlungsschritten eine gewisse Zeit, sodass die IP-Adressen dann schon gelöscht seien. (APA)
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