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Laut Bericht Hunderte Scheinehen im Zusammenhang mit Brexit nicht verfolgt

Nach dem EU-Austritt der Briten haben offenbar Hunderte Paare zum Schein geheiratet. Dafür soll Geld geflossen sein, auch kriminelle Banden waren offenbar beteiligt. Keiner der Fälle sei nachverfolgt worden, berichtet die BBC.

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Anti-Brexit-Demonstranten vor einer Veranstaltung der Torys.
© LINDSEY PARNABY

London – Im Zusammenhang mit dem Brexit sind einer BBC-Recherche zufolge Hunderte Scheinehen geschlossen worden. Bisher sei keiner dieser Fälle nachverfolgt worden, berichtete der Sender am Mittwoch. Laut der BBC, die die Zahlen über eine Informationsfreiheitsanfrage erlangt hat, sollen 365 Paare versucht haben, das sogenannte "EU Settlement Scheme" auszunutzen.

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Dieses System sichert EU-Bürgerinnen und -Bürgern, die bereits vor dem Brexit in Großbritannien gelebt haben, weitgehend die gleichen Rechte zu wie vor dem EU-Austritt. Sie dürfen im Vereinigten Königreich arbeiten, wohnen und das Gesundheitssystem in Anspruch nehmen. Ehepartner jeglicher Nationalität konnten sich in diesem System ebenfalls bewerben und ein solches Bleiberecht gewährt bekommen.

In den Betrugsfällen sollen EU-Bürger Scheinehen mit Nicht-EU-Bürgern eingegangen sein, um ihr Bleiberecht auf diese zu übertragen - in einigen Fällen für Geld, in anderen Fällen sollen auch kriminelle Banden involviert gewesen sein. Niemand von diesen Scheineheleuten soll der BBC zufolge bisher strafrechtlich verfolgt worden sein und sein Bleiberecht entzogen bekommen haben. Das Innenministerium sagte der BBC, während der Pandemie seien weniger Fälle solcher Art verfolgt worden. (APA, dpa)

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