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Führender Taliban-Geistlicher Haqqani in Kabul getötet

Der Angriff passierte während eines Religionsseminars in Kabul. Ein beinamputierter Mann hatte in seiner Prothese Sprengstoff versteckt und zündete ihn dann.

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(Symbolfoto)
© Daniel LEAL / AFP

Kabul – Bei einem Selbstmordanschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul ist der führende Geistliche der radikal-islamischen Taliban, Scheich Rahimullah Haqqani, ums Leben gekommen. "Der angesehene Geistliche hat bei einem feigen Angriff von Feinden den Märtyrertod gefunden", sagte Bilal Karimi, ein Sprecher der Taliban-Regierung, am Donnerstag. Zu dem Attentat bekannte sich der sogenannte Islamische Staat (IS), wie die Extremisten auf ihrem Telegram-Kanal mitteilten.

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Aus Kreisen der Taliban erfuhr Reuters, dass der Angriff in einem Religionsseminar in Kabul stattgefunden habe. Ein beinamputierter Mann habe in seiner Prothese Sprengstoff versteckt gehabt und ihn dann gezündet.

Die Taliban erklärten, es werde nun untersucht, wer der Attentäter gewesen sei und wer ihn vor Ort gebracht habe, damit er in das Büro Haqqani habe gelangen können. Haqqanis Tod sei "ein sehr großer Verlust für das Islamische Emirat Afghanistan", sagte ein hochrangiger Mitarbeiter des Innenministeriums.

Mehrere Anschläge überlebt

Haqqani, ein weithin bekannter Geistlicher der Taliban, hatte mehrere Anschläge überlebt, darunter auch eine schwere Explosion in der nordpakistanischen Stadt Peshawar im Jahr 2020. Damals wurden mindestens sieben Menschen getötet. Auch zu diesem Attentat hatte sich die radikal-islamische IS-Miliz bekannt.

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Vor einem Jahr haben die Taliban nach dem überstürzten Abzug der internationalen Truppen die Herrschaft in Afghanistan wieder übernommen. Obwohl die Taliban nicht müde werden zu erklären, sie hätten die Sicherheit wiederhergestellt, kommt es immer wieder zu Anschlägen – zum Teil mit zahlreichen Opfern. Ziel sind häufig religiöse und ethnische Minderheiten. Mehrfach bekannte sich in den vergangenen Monaten die radikal-islamische IS-Miliz zu Attentaten. Experten befürchten seit längerem, dass es wegen der Rivalität zwischen Taliban und anderen Extremistengruppen zu weiterer Gewalt kommen könnte. (APA/Reuters)


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