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Das lange Warten auf die Ausfahrt von Ehrenberg

Ehrenbergbesucher sollen das Südportal benutzen, wenn sie bei der Weiterfahrt nach Norden wollen. Eine Verkehrslenkung kommt.

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Die Ausfahrt am Nordportal des Burgenensembles Ehrenberg zur Fernpassstraße B179 ist immer für eine kritisch­e Situation (wie am Bild gestern zu Mittag) gut. Nun wird auf Verkehrslenkung gesetzt.
© Mittermayr

Von Helmut Mittermayr

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Reutte – Wem die Fußgängerhängebrücke Highline 179 zu wenig Adrenalinkick ist, der ahnt oft noch nicht, dass Ehrenberg am Ende des Besuchs mit einem weiteren Pulstreiber aufwarten kann – nämlich beim Wiedereinfädeln in die B179, wenn man nordwärts Richtung Deutschland möchte: oft, weil’s brenzlig knapp wird. Noch öfter, weil der Ärger über das minutenlange Nichtausfahrenkönnen an den Nerven zehrt. Taxiunternehmer Helmut Angerer bezeichnet die nicht kreuzungsfreie Hauptausfahrt in Richtung Norden als „unzumutbar“. Der Berufskraftfahrer chauffiert immer wieder Gäste für den TVB in die Burgenwelt. Bis zu 15 Minuten habe er schon gewartet. Die Sonne stehe dort oft tief, dichter Reiseverkehr, hohe Geschwindigkeiten – für ihn alles Gefahrenmomente. Inzwischen benutze er die ungefährliche Südausfahrt. Er würde das Nordportal ersatzlos schließen. Die Polizei in Reutte kann hingegen über die Jahre keinen Unfallhäufungspunkt, aber sicherlich Verbesserungspotenzial erkennen. Ein Beamter würde, wenn es nach ihm ginge, auch das Nordportal auflassen.

Die neue Führung des Vereins Burgenwelt Ehrenberg, BM Günter Salchner und Vize-BM Markus Illmer, sieht Handlungsbedarf. Salchner: „Zum Schluss des Besuchs sollte auch ein gutes Gefühl vorherrschen und nicht Ärger als letzte Emotion.“ Gemeinsam mit Burgen-GF Armin Walch wurde beschlossen, an den Parkautomaten Hinweise anzubringen, die „Nord-Fahrer“ auffordern, nach dem Besuch im Schritttempo durch die Klause zu rollen und das entgegengesetzte, aber sichere Südportal zu benutzen.

Der Bau eines eigenen Knotens käme immens teuer. Ein Vollanschluss mit kreuzungsfreien Zu- und Abfahrten würde an die zehn Millionen kosten, weiß der Marktchef. Dies könne auch keinesfalls bei der Marktgemeinde „picken“ bleiben. Für Salchner gilt das „Verursacherprinzip“. Dann müssten das Land und die Verursacher, wovon es mehrere gebe, mitfinanzieren. Über 300.000 Besucher fahren jährlich beim Burgenensemble vor.

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